Wann sollte man einen eigenen Cache legen?

Geocaching lebt nicht nur vom Suchen, nein, viel mehr gibt es zig Freiwillige die sich den Kopf zerbrechen, neue tolle Ideen überlegen, stundenlang basteln und noch nicht entdeckte Verstecke aufsuchen. Dies ist nicht nur zeitaufwändig, sondern es kann bei dem einen oder anderen Cache auch kostspielig werden.

Nun stellt man sich als Geocacher sicherlich auch mal folgende Frage: Wann sollte man einen eigenen Cache legen und Owner werden?

Gerade beim Suchen bekommt man sehr schnell mit, welche Ideen noch nicht aufgegriffen wurden. Oder welche Verstecke einen Cache besonders oder einzigartig machen.

Macht es vielleicht daher Sinn, erst mal nur Beobachter zu spielen und die bisherigen Ideen auf sich wirken zu lassen? Ein Traditional ist schnell über den Zaun geworfen, doch wäre es vielleicht nicht besser, sich damit etwas Zeit zu lassen?

Wann hast Du Deinen ersten Geocache gelegt? Oder anders gefragt, was hat Dich bisher davon abgehalten? Wie stehst Du generell diesem Thema gegenüber? Schreibe Deine Meinung direkt als Blogkommentar.

Über Vaydus

Ich heiße Markus, bin 37 Jahre alt, wohne in Karlsruhe und bin leidenschaftlicher Geocacher und Hobbyfotograf. Hier geht's zu meiner Webseite.
Eingestellt in Tipps & Tricks mit folgenden Schlagwörtern .
  1. Zappo sagt:

    Die Frage ist für mich nicht, WANN man einen Cache legt, sondern WER. Und die Antwort darauf ist: Caches soll der legen, ders kann.

    Und das macht sich nicht an den Fundzahlen fest, sondern eher am „Cacherreflex“, der da heißt: Das Spiel sofort und ausschließlich als die tolle Chance zu erkennen, anderen Gleichgesinnten schöne Orte zu zeigen, Landschaften zu teilen, Geschichten zu erzählen, Erlebnisse zu bereiten. Die im Idealfall so sind, daß den Leuten das Herz aufgeht und sie beim nächsten Event davon schwärmen.

    Und diesen Schachtelsucherreflex kann auch jemand haben, der noch garkeinen Geocache gesucht hat. Erstens gibts auch noch andere Erfahrungen (Letterboxing, Jugendgruppe, Rollenspiel….) und zweitens ist das nur die Frage, hat mans kapiert hat oder nicht. Ich hab meinen ersten nach 6 Funden gelegt und bei meinem zweiten war ich m.W. immer noch zweistellig. Und die liegen immer noch – und werden immer besser * . Und es gibt auch einige Leute, die praktisch garnicht suchen – oder das nach 200 Funden abgebrochen haben – aber der Gemeinschaft eine Menge schöner und sorgfältig ausgearbeiteter Caches geliefert haben.

    Im Gegenzug dazu finde ich es nicht schlimm, wenn man garkeine legt, weil einem das Geschick/ die Geduld/ die Lust/ whatever fehlt – oder weil man der Überzeugung ist, mittlerweile ists mehr als mehr als mehr als genug.

    Einen „Dienst“ an der Community kann man auch tun, ohne. Wer ehrlich loggt, Flachcaches meidet, vor Ort nix kaputtmacht, sich unauffällig bewegt, bei der fremden Dose auf dem Gassispaziergang vielleicht regelmäßig schaut, obs der noch gut geht und beim Event auch mal hilft, ne Bierbank aufzuklappen oder den Grill zu reinigen, hat mehr für alle getan als so mancher, der die Welt mit Caches beglückt, die den Namen nicht verdienen – nur weil er denkt, nur SO gehört er wirklich dazu.

    Man muß auch mal den Mut zu haben, einen Cache NICHT zu legen. Vielleicht, weil mans nicht wirklich kann, weils offensichtlich kein Highlight wird, weil die Idee nicht für nen ganzen Cache trägt – warum auch immer. Auch das ist Cachen.

    Gruß Zappo

    * zugegeben nur, weil die aussenrum immer schlechter werden 🙂

  2. Johannes sagt:

    Wir haben unseren ersten Cache circa nach den ersten 1000 Funds gelegt – und das war auch ganz gut so, denke ich.

    Viele „neue“ Ideen existieren schon zigfach und durch eine höhere eigene Fundzahl bekommt man auch ein besseres Gespür dafür, was eine wirklich gute Dose ausmacht – das fehlt leider vielen (auch erfahreneren muss ich zugeben; oder aber manchen ist es einfach egal). Generell legen wir nach dem Motto „Qualität vor Quantität“

  3. SOB sagt:

    Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wenn man sich mal durch die grüne Hölle kämpft schwirrt einem erstmal der Kopf, was man angeblich alles falsch machen kann. Man sollte sich schon bemühen, aber man kann aus den Erfahrungen mit Erstlingsdosen viel besser lernen, als aus dem Finden der von anderen konzipierten Caches. Von mir aus also gerne von Anfang an. Das entscheidende Kriterium ist eher, ob und welche Erfahrungen ich damit mache und welche Lehren ich daraus ziehe. Die oft gescholtene Filmdose vor dem eigenen Fenster bietet dem Neuowner guten Einblick in das Verhalten der Mitspieler, in das Thema Wartung, Pflege und Ersatz bzw. man lernt den Muggelfaktor ganz neu einschätzen. Dann bekommt man Anerkennung und/oder Kritik. Daraus lernt man und KANN ein besserer Owner werden.

    • zappo sagt:

      Naja, seh ich anders – die Rückmeldung bei einem Minimalcache ist ja wohl zu 99 Prozent: Danke für den Cache. Ob das ne Aufforderung dazu ist, das das nächste Mal besser zu machen, wage ich zu bezweifeln.

      Und ganz ehrlich: Ne interessante Location zu finden, dazu ein informatives Listing zu schreiben und einen sinnvollen großen Behälter mit einem richtigen Logbuch zu verstecken – WIE SCHWER KANN DAS SEIN? Die dazu zu übersteigende Meßlatte liegt denn doch eher auf dem Boden. Das kann jeder Erstklässler. Wenn er denn will, kapiert hat um was es geht und bereit ist, ein wenig Mühe zu investieren.

      DARAN haperts aber in den allermeisten Fällen – nicht am Können – am Wollen.

      Was allerdings Leute davon abhält, bei einem selbstgewählten Hobby sich Mühe zu geben, bin ich noch am Rätseln. Warum spielen die dann mit, wenn sie offensichtlich keine Böcke haben? Wenn ich nicht kicken will, sitz ich eben auf die Tribüne – aber ich steh doch nicht auf dem Spielfeld rum und bohr in der Nase, weil mir das alles egal ist?

      Gruß Zappo

  4. 2cachefinder sagt:

    unseren ersten cache haben wir mit kanpp 500 funden gelegt….glaube ich.
    jedenfalls gibt es nicht viel zum kommentar von zappo hinzuzufügen.
    aber was ich noch denke ist,das es momentan echt überhand mit Geburtstags- oder leitplankencaches nimmt.
    bei uns im saarland kommt fast jede woche so ein müll raus.

    oder was noch erschreckender ist….es werden t5er gelegt…von leuten die es nicht mal sleber kapieren.
    da gibt es einige beispiele hier.die zeigen dann den leuten auf events (nicht das event in kirkel)noch wie es angeblich gehen sollte…..nene…..

  5. badnerland sagt:

    Die Frage könnte man auch anders stellen: Nicht „Wann sollte ich meinen ersten Cache legen?“, sondern „Soll ich überhaupt selbst Caches legen?“. Klar, wer eine gute Idee hat – sei es Location, Cachebastelei, Rätsel…, und die auch vernünftig umsetzen kann: nur zu.

    Auf die von SOB empfohlenen billigen Erstlingswerke hingegen verzichte ich gerne. Die sind nicht nur für sich genommen unintessant, sondern liefern auch schlechte Vorbilder für den nächsten Anfänger. Zudem fällt diese Art von Caches sehr häufig durch Wartungsmängel auf. Das liegt auch daran, daß viele dieser me-too-Owner schnell wieder mit dem Cachen aufgehört haben.

    Deshalb wäre mein Kriterium für den frühesten Zeitpunkt: Eigener Cache erst, wenn man genug Erfahrung hat, um sich einigermaßen sicher zu sein, daß man länger bei diesem Hobby bleibt.

  6. Steingesicht sagt:

    Wann man einen Cache legen soll?
    Das ist einfach: dann, wenn einem grad danach ist – wann denn sonst?

  7. Oliver-HB sagt:

    Ich finde dem Eingangs-Post von Zappo ist nur noch eins hinzuzufügen… nämlich +1 😉

    Meinen ersten Cache habe ich gelegt, da hatte ich ne dreistellige Fundzahl. Allerdings sage ich damit nicht, daß das eine Vorausetzung sein soll / muß.
    Es gibt durchaus Owner mit wenigen Funden (warum auch immer), die tolle Caches legen und welche mit hoher Fundzahl, wo man vor Ort denkt „Warum?“.
    Persönlich sehe ich es so, daß ich lieber eine Filmdose oder eine „normal“ versteckte Small-Dose an einer tollen / interessanten Location finden mag, als eine aufwändige Bastelarbeit an einer Stelle, die so gar nix besonderes hat. Der Idealfall wäre natürlich tolle Dose an toller Location. Aber da diese Kombination – und da bin ich ehrlich – bei meinen Caches auch nicht unbedingt der Fall ist, darf ich hier den Hals nicht zu weit aufreissen. (Obwohl ich mir einbilde, daß jede „meiner“ Locations irgendwas hat, was einen Cache verdient.)

  8. eigengott sagt:

    Zum Glück gab es im Mai 2000 noch nicht so viele Bedenkenträger, sonst hätte Dave Ulmer seinen ersten Cache nie gelegt. 😉

    Einen Cache legt man, wenn man Lust bzw. eine Idee dazu hat. Mehr als ein paar Grundregeln (siehe Guidelines/Nutzungsbedingungen) braucht man da auch nicht beachten.

  9. Pingback: Cachepodcast #102 | Cachepodcast

  10. Peter sagt:

    Wollte anfangen im Schwarzwald bei Staufen einen Cache zu legen, das wäre mein erster, dann habe ich kartan.de/index.php?id=geocacher_vandalismus gesehen und habe mir gedacht, das der ziemlich sauer ist und mir überlegt, das ich vielleicht mich erstmal wo anmelde. geocaching.com hat mich ein bischen abgeschreckt deshalb, vielleicht opencaching.de?
    Gruss Peter

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