Premium Member Only Caches – Segen oder Fluch?

Wer kennt sie nicht. Die Premium-Member-Only Caches (kurz PMOC). Caches, die man nur als Bezahlmitglied von Geocaching.com zu Gesicht bekommt.

Sicherlich sind viele Geocacher über diese Einschränkung nicht erfreut und können die Entscheidung eines Owners nur schwer nachvollziehen. Doch blickt man etwas hinter die Kulissen, so stellt man sehr schnell fest, daß dies keine böse Absicht der Owner ist, sondern viel mehr ein gewisser Selbstschutz darstellt.

Vor wem oder was? Nur ein Beispiel: Hier in Karlsruhe gibt es eine sehr schöne Serie mit insgesamt 35 Traditionals und jeder einzelne Cache wurde mit viel Liebe zum Details geschaffen. Bei unserer Suche mussten wir zwei Mal feststellen, daß der Cache einfach nicht zu finden war. Einmal waren sogar nur noch die Überreste vorhanden. Es machte den Eindruck, als fielen diese einer gnadenlosen Zerstörung zum Opfer.

War es die Unwissenheit über Geocaching (Stichwort Muggels)? Ist es ein gewisser Neid auf Erfolg? Man weiß es nicht.

Natürlich gibt es mehrere mögliche Gründe für eine solche Entscheidung:

  • Reduzierung der Besucheranstürme (Schutz von Natur und Location wie z.B. Lost Places, Muggels schöpfen eventuell weniger Verdacht)
  • Bessere Log-Qualität (ausführlichere Logs, statt nur ein TFTC; die Wertschätzung scheint wohl höher zu sein)
  • Premium User sind meist keine Neulinge mehr und lesen vielleicht eher die Cachebeschreibung (und dies ist oft für die Erhaltung der Location zwingend notwendig)
  • Als Owner sieht man wer wie oft das Listing aufgerufen hat

Um Euch die Perspektive eines sehr erfahrenen Owners zeigen zu können, haben wir uns mit Mic68 (Owner von u.a. Dragonheart, Meteor und Das Vermächtnis der Elfen) in Verbindung gesetzt. Er war so freundlich uns seine Sichtweise zu beschreiben. An dieser Stelle vielen vielen Dank!

Gerne schreib ich Dir ein paar Zeilen zum Thema PMOC.

Eigentlich bin ich der Meinung, dass unser Hobby, bis auf das Equipment, „kostenlos“ sein und bleiben soll. Jetzt, nach mehr als 10 Jahren Geocaching, ist es natürlich so, dass sich die ursprüngliche Idee vom klassischen Cache (Munitionskiste, Tupperdose, Filmdösle etc.) natürlich auch weiter entwickelt hat. So gibt es mehrere Cachetypen und wirklich sehr aufwendige, handwerklich gut umgesetzte Stationen oder Finaldosen. Die Owner möchten natürlich Ihre Investition (Zeit und Euros) „schützen“ und lange „am Leben“ erhalten auf das viele Cacher daran Freude haben. Vor wem oder was schützen ?… tja das weiß man halt nicht so genau.
Da gibt es fast so viele Möglichkeiten wie es Menschen gibt. Es gibt den klassischen Muggel, der findet durch Zufall einen Cache, weiß nix damit anzufangen und nimmt ihn einfach mit oder plündert ihn vorort und schmeißt die Einzelteile in den Wald. Vor diesem kann man sich natürlich nicht durch PMOC schützen.
Dann gibt es die „Sonntagscacher“ die sich, weil Geocaching ja gerade trendy ist, sich irgendwo ein Gerät ausleihen und dann schnell schnell einen Cache machen möchten. Wahrscheinlich haben sie dann auch noch irgend ein spektakuläres Highlight, (ganz nach dem Stil der heutigen Zeit „schneller, weiter, höher“) empfohlen bekommen und so passiert es, dass ohne die nötige Erfahrung, ohne den Sinn von Geocaching zu verstehen und ohne die nötige Vorsicht die Natur durchwühlt, an Bäumen Äste abgerissen werden und aufwendige Caches oder deren Stages beschädigt oder gar zerstört werden.
Hier könnte PMOC greifen, da bei den meisten „hopp la hopp“ Aktionen es schnell gehen muss und nicht noch vorher ein „Bezahlaccount“ angelegt werden soll. 100% ige Sicherheit bietet auch PMOC nicht, es hilft aber „Schnellschüsse“ zu begrenzen.

Dann gibt es leider unter den Cachern auch noch den „Neider“ oder den durch einen ehrlichen Logeintrag „gekränkten“ Cacher, der einfach nur seiner Frust Luft machen möchte und deshalb Stationen einsammelt oder zerstört…. gibt’s nicht meinst Du  ?? … Frag mal den Ichel oder den Kammowski… die haben mit solchen unliebsamen Zeitgenossen auch Ihre Erfahrungen machen müssen.
Es gibt leider so viele „Spielarten“ wie es menschliche Psychen gibt. Vor einigen wenigen kann man seine Caches durch „Premium Member Only Cache“ etwas besser schützen, was aber eigentlich Schade ist, da man ja allen Interessierten die Möglichkeit bieten möchte, seine Caches zu machen.

An dieser Stelle noch ein Beispiel was ich beim Meteor erlebt habe:

Beim Meteor waren Anfang des Jahres alle Munitionskisten und „beweglichen“ Stages weg. Die Verstecke wurden allesamt wieder ordnungsgemäß verschlossen und wieder sauber mit Laub etc. getarnt es wurde nix zerstört. Alle konventionellen Lösungen in den Filmdöslen (das man den Cache auch lösen kann wenn die Elektronik mal nicht funktioniert), waren auch verschwunden.
Die Jäger/Förster hab ich kontaktiert, die waren’s nicht und haben auch nix dagegen das in ihrem Revier ein Multicache liegt. Kannst ja mal dazu in die Logs beim Meteor so ab dem 28.2.2011 reinschauen, da hab ich es etwas ausführlicher beschrieben. Ich mach mir jetzt halt Sorgen, dass die Truppe womöglich auch zum Dragonheart weiterzieht…. oh mann, wie schön ist es doch wenn man nur ein Filmdösle irgendwo in den Dreck schmeißt, das interessiert meist keine Sau. 😉

Deshalb hab ich mich dann, schweren Herzens und auch nach Rücksprache mit anderen, langjährigen Cachern entschieden, den Meteor und den Dragonheart PMOC zu schalten, einfach um die investierten Euros und die unzählige Bastelzeit, die drin steckt, etwas besser zu „schützen“.

Ach ja, beim Meteor handelt es sich um eine 7 Km Runde. Jede Stage erreicht man nur, wenn man die vorherigen gelöst hat und das trifft natürlich besonders auf den Final zu …und der war auch weg. Das heißt also, dass definitiv jemand mit GPS die Runde komplett gelöst hat und alle Stages eingesammelt hat. Schaden ca. 120 Euro und unzählige Stunden im Hobbyraum. 🙁
Seit die Runde wieder enabled ist, ist nix mehr passiert. Man kann es sich einfach nicht erklären, wer so was macht.

In diesem Sinne,
LG Micha

Auch von ichel (Owner von über 500 Caches) haben wir ein Statement zu seinen Beweggründen bekommen, welches wir euch nicht vorenthalten möchten:

Dies ist zum Beispiel ein Grund warum ich PMOC bevorzuge:

Negativ-Beispiel für ein Kurzlog

Negativ-Beispiel für ein Kurzlog

 

Ein Hauptgrund ist mitunter dass meine Caches nicht auf der Karte von www.geocaching.de erscheinen und somit nicht von Jagdpächtern eingesehen werden können.

Es hat sich gezeigt, dass der Wartungsaufwand bei PMOC geringer ist und bei einer bestimmten Anzahl von Caches muss man sich darum schon mal Gedanken machen.

Mir geht es nicht darum normale Member auszusperren! Wie man als nicht Premium Member trotzdem Loggen kann, sollte ja bekannt sein und ich akzeptiere dies auch.

Gruß Michael

Das Thema ist sehr vielschichtig und beide Standpunkte sind zumindest für uns nachvollziehbar. Natürlich hat Geocaching.com deutlich mehr von dem PMOC Feature und ja, es ist dadurch sicherlich kein „kostenloses“ Hobby mehr. Aber uns war es die Sache wert.

Und wie immer gilt, jeder muss für sich selbst entscheiden, ob sich ein Premium Account lohnt – oder nicht. Auch mit einem kostenlosen Account kann man schon sehr viele Caches machen und dies ohne jemals einen einzigen Pfennig öhm Cent zu bezahlen.

Wie schon von ichel kurz angesprochen, gibt es auch für Nicht-Premium-Mitglieder eine Möglichkeit, einen Cache zu loggen. Versucht es einfach mal mit dem Link: http://www.geocaching.com/seek/log.aspx?wp=GCxxxx (xxxx muss natürlich vorher mit dem richtigen GC-Code ersetzt werden)

Wie denkst Du über? Ist Dein Cache selbst schon mehrfach weggekommen? Schreib uns Deine Meinung doch einfach als Kommentar oder per Mail.

Über Vaydus

Ich heiße Markus, bin 37 Jahre alt, wohne in Karlsruhe und bin leidenschaftlicher Geocacher und Hobbyfotograf. Hier geht's zu meiner Webseite.
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  1. Bursche sagt:

    In meiner Homezone gibt es eine handvoll Owner die Ihre Caches (teilweise) auf PMO umstellen. Die meisten davon habe ich entweder vor der Umstellung gefunden oder trotzdem ich das Listing nicht sehen darf. Keiner dieser Caches ist besonders aufwendig gestaltet, mir ist auch nicht bekannt, dass in unserer Gegend Dosen bewusst gemuggelt werden. Die meisten der PMOC hier sind Filmdosen, Wattestäbchenpackungen….

    Besondere Caches die ich in den letzten 5 1/2 Jahren gefunden habe, sind zB. die der Helden http://www.geocaching.com/seek/nearest.aspx?u=die+helden&submit4=Go oder die von dgumg http://www.geocaching.com/seek/nearest.aspx?u=dgumg&submit4=Go Diese Owner haben wirklich Zeit und Geld in Ihre Caches investiert und die Caches werden daher auch sehr oft gesucht. Dennoch brauchen sie scheinbar keinen besonderen PMO-Schutz!

    Über das Kurzlog-Argument kann ich mir kein Bild machen, da ich die Logs nicht mehr lesen darf. Aus anderen Caches weiß ich aber dass es eher die Powercacher sind, die eine PQ laden, möglichst viele „Punkte“ machen und dann abends per C&P loggen, „…auf einer Runde mit X und Y haben wir 257 Caches gefunden darunter auch diesen…“

    Das Anfängerargument taugt auch nur begrenzt, denn zum einen bekommt man zu vielen Geräten eine 1-monatige PM dazu, zum anderen gibt es immer wieder Gerüchte, dass man mit der offiziellen gc.com-App auch PMOCs angezeigt bekommt ohne selbst PM zu sein.

    Aus meiner Sicht ist das Schutz-Argument daher in den vielen Fällen nur vorgeschoben. Letztendlich ist es mir aber egal, denn einerseits gibt es mehr als genug freiverfügbare Dosen und andererseits ist es kein Problem an die Koordinaten zu kommen. Die PMOC werden auf den gc.com Karten in bestimmten Zoomstufen angezeigt, über den Abstand zu anderen Caches lassen sich die Koordinaten mit den entsprechenden tools problemlos errechnen.

  2. Jörg (DWJ_Bund) sagt:

    Hallo.

    Als auch im Naturschutz tägige Organisation verfolgen wir u.a. aus vitalem Eigeninteresse (Betretensrechte nicht verschlechtern) die Diskussionen um PMO-Caches.

    Zitat: „Ein Hauptgrund ist mitunter dass meine Caches nicht auf der Karte von http://www.geocaching.de erscheinen und somit nicht von Jagdpächtern eingesehen werden können.“

    Klar ist, dass alle geltenden Bestimmungen eingehalten werden müssen, damit ein Cache nicht unerwünschte Auswirkungen hat. Das schreiben alle Listingplattformen vor. Auch für PMOCs.

    Viele Jäger sind interessanterweise überaus zugänglich und tolerant, wie einschlägige Berichte, Postings und Meinungsäußerungen aufzeigen. Sie können aber nicht adäquat reagieren, da sie nicht einfach ermitteln und empfehlen können, dass ein Cache-Owner seinen Cache einfach nur etwas verlegen sollte. Hardliner bei Jägern gibt es natürlich, aber die Zahl scheint gar nicht so groß zu sein, wie z.T. vermutet!

    Außerdem verschiebt das Konzept, PMOCs statt normal sichtbares Caches zu nutzen, mögliche Probleme nur etwas nach hinten. Denn wenn es viel mehr PMOCs gibt, dann werden sämtliche für normal sichtbare Caches zutreffenden Problemkonstellationen auch für PMOCs zutreffen. Es wird – im wahrsten Sinne des Wortes – quasi Zeit „erkauft“, finanzieller Nutznießer in dem Fall Groundspeak.

    Außerdem verteilt Groundspeak kostenfreie PM-Accounts an Landowner, die Jäger- und Waldbesitzerverbände haben und nutzen sie bereits (intensiv).

    Ein Cache – egal ob normal sichtbar oder PM-only – muss auf mittlere Sicht legal und naturverträglich platziert sein, ansonsten schaden falsch platzierte PMOCs dem gesamten Geocaching, da sie aus Sicht der Jäger/Waldbesitzer ja „absichtlich“ verborgen werden sollen.

    Kurz: Verstecken hilft niemanden!

    Viele Grüße
    Jörg (DWJ_Bund)
    Deutsche Wanderjugend

  3. Trracer sagt:

    Das ist seit langer, langer Zeit mal wieder ein Artikel in einem Geocaching-Blog bei dem ich sage Bravo. Weitab von Polemik werden hier Standpunkte der Owner dargelegt und besprochen.
    Man sollte sich mal mit den Helden unterhalten, welcher Wartungsaufwand und welche Sicherungen hinter Ihren Caches steht. Nicht jeder hat leider die Begabung und die Möglichkeiten eines dgumg. Hier liegt der Vorteil sicherlich in der Robustheit des Materials, aber nicht jeder schafft es Metall so zu bearbeiten. Es gibt Caches diese sind einfach herausragend, aber es gibt noch eine große Bandbreite von Caches, welche eben sehr gut sind. Das kann auch eine schöne Multirunde sein, bei der am Ende eine Munikiste liegt.
    Es macht durchaus Sinn hier den Schutzmechanismus des PMOC zu etablieren, wenn man bereits vorher schlechte Erfahrung gemacht hat.

    Für eine einfache Filmdose, Petling sowie die übliche Tupperware oder um Kurzloger auszuschließen, halte ich die Maßnahme für übertrieben. Eine Meinung bilden kann man sich natürlich nur wenn man auf gc.com auch aktive Dosen gelistet hat.

  4. Navisale sagt:

    Also, ich sehe es nicht als Einschränkung oder sonstiges für nicht Premium-Cacher. Die Statements von ichel und Mic68 kann ich voll und ganz nachvollziehen. Kurzlogs, wie das Beispiel von ichel, sind mittlerweile an der Tagesordnung und werden meist von Cachern mit geringer Fundzahl geloggt. Meine Caches sind für alle einsehbar und die Wartung ist fast gleich null. Hoffe das es auch so bleibt.
    Ich sehe mittlerweile PMOC-Caches als Prädikat für wirklich sehenswerte und meist auch eben sehr aufwändige Caches, bzw. auch Locations, die nicht unbedingt von Hinz und Kunz betreten werden sollte.

  5. radioscout sagt:

    @Jörg (DWJ_Bund):
    > Zitat: “Ein Hauptgrund ist mitunter dass meine Caches nicht auf der Karte von
    > http://www.geocaching.de erscheinen und somit nicht von Jagdpächtern eingesehen
    > werden können.”

    Warum bietet ihr keine Opt-Out-Möglichkeit an? Für einzelne Caches oder für alle Caches eines Users?
    Zusätzlich ein Filter, daß Caches, die im Namen oder einer anderen Stelle in den übertragenen Daten [NOMAP] enthalten, werden nicht auf der Karte angezeigt.
    Es wird User geben, die nicht wollen, daß [NOMAP] im Namen enthalten ist.
    Lösung: wenn [NOMAP] nach der Veröffentlichung entfernt wird, wird der Cache weiterhin nicht angezeigt, bis er auf Wunsch des Owners wieder angezeigt wird.

    @Trracer:
    Die Caches der Helden, die ich kenne, hatten keinerlei Schutz. Der aufwendigste davon ist ein einfacher Multi mit zwei ganz einfachen Stages und einem absolut großartigen und sicherlich sehr teuren Final.
    Der ist so einfach zu finden, daß sogar eine Karte ausreicht. Es gibt absolut keinen Schutz vor Newcomern und Cachern mit Händy.

  6. ollithemaurer sagt:

    Hallo!
    Meine ganz ehrliche persönliche Meinung? Bei dem Hype der in letzter Zeit um dies schöne Hobby statt findet wünsche ich mir noch viel mehr PMO-Caches. Die Geiz ist geil Mentalität, mit dem ewigen Gemeckere, ist nicht mehr zu ertragen.
    Wer dieses Hobby betreiben möchte schafft sich teure Elektronik an da geht nun mal kein Weg dran vorbei…kaum einer nutzt heute Karte und Kompass im klassischen Stil, gelle. Und wer dann für den Service (mal dahingestellt was das so im allgemeinen bei GC umfaßt) die paar Kröten nicht bereit ist zu bezahlen…Pech gehabt. Probieren kann man ja mit ner 3-Monatigen PM und danach sagen :
    Nöööö, voll doof, ich mach lieber Challenges! Die sind umsonst, die sind geil!!! Da hab ich auch Spaß!
    Ich würde sogar so weit gehen und es begrüßen wenn GC den Betrag erhöht und nur noch PM die Plattform (Geocachingbereich)nutzen können. Basic-Gedöne im Geocachingbereich ganz abschaffen, schafft ne (Dosen)Systembereinigung bei GC und sicherlich ein Schub bei OC und gut ist! Wobei Caches auslegen auch mit etwas Geld verbunden ist…na ja…Ausnahmen bestätigen die Regel…da kommt dann wieder die Geiz ist Geil-Mentalität durch 😉
    Meine persönliche Meinung dazu… die kann man teilen oder auch nicht…aber dieses ewige alles für lau wollen….ich kann es nicht mehr hören. Noch nicht mal im Saturn ( da wo einige ihre teuren Navi’s und Smartphones kaufen) wo ja der Geiz sooooo geil ist ….gibbet watt umsonst …warum soll es dann beim bösen, unattraktiven, unmodernen GC irgendwas für lau geben? Man die von GC müssen ja erst mal wirklich blöd sein! Denn auch im Blöd-Markt habe ich bis her noch nix umsonst bekommen, geschweige von Aldi, Lidl und Co!
    Wer zahlt…spielt mit…wer nicht zahlt spielt nicht mit…ist wie im wahren Leben, gelle, wobei ich glaube das viele die dem Hobby frönen in einer anderen Welt leben. Nun gut das ist bei anderen Hobbys aber wohl auch so.
    Letztendlich scheint es mir mit letzterem aber wohl auch nur bei den Hobbykollegen so zu sein die meist mehr Forums- und Blogbeiträge auf ihrem Konto haben wie gefunde Caches…will meinen…die große Mehrheit der Geocacher scheint doch normal zu sein, nutzt die Plattform zum ausdrucken der Listings und geht in die Natur zum suchen. Aaaber auch dies ist nur ein persönlicher Eindruck der auch völlig falsch sein kann!
    Nun gut…der Weisheit letzter Schluss….keine Ahnung. Ich bleibe PM und werde wenn ich mal wieder Lust habe PM-Caches legen einfach weil ich PM bin. Wie es letztendlich alles weitergeht wird man sehen.
    Tjaaaa…datt war ett dann auch schon…auch wenn nun der Teer erwärmt wird und die Federn geholt werden :-))), die Ansichten sind halt vielfältig,nä.
    Na denn ….allen, ob BM oder PM ein entspanntes und ruhiges, vor allem trockenes, Geocaching-Wochenende und wie sagt ein Hobbykollege aus der Pfalz immer so schön:
    Don’t forget to dance @ the cache 😉
    Grüßli
    Olli und Bande

    • Bursche sagt:

      In jeder Diskussion zu diesem Thema kommt der MediaMarkt/Geocaching-Vergleich auf´s Neue, dabei wäre der facebook youtube google twitter…/Geocaching in meinen Augen viel passender.

      Ziemlich unverschämt empfinde ich es übrigens, jedem BM eine Geiz-ist-geil-Mentalität zu unterstellen. Ich unterstelle auch nicht jedem PMO-Owner dass er seine Caches nur deshalb als PMO listet, weil er selbst bezahlt und deshalb eifersüchtig ist, dass andere nicht bezahlen.

      Richtig ist, dass es den alternativen Plattformen einen Schub geben würde, wenn sich der trend zu PMOs verstärkt und auf gc.com immer weniger Dosen frei verfügbar wären. Noch werden allerdings nur sehr wenige Caches als PMO veröffentlicht, die große Mehrheit der Owner ist scheinbar der Auffassung, dass dies nicht nötig ist.

    • ColleIsarco sagt:

      Moin moin,

      Recht hast Du, nichts ist umsonst, außer der Tod und selbst der kostet noch das Leben!
      Aber jetzt mal genau hingeschaut: Wer bekommt denn das Geld? Der Owner, der mit viel Mühe und manchmal bewundernswerter Phantasie uns unvergessene Kurzweil verschafft hat?
      Mir ist nicht bekannt, dass Groundspeak an Cache-Owner Geld auszahlt. Der einzige, der von den Beträgen etwas erhält ist Groundspeak. Und eine sehr starke Verbreitung der PMO-Caches erhöht den Anreiz, ebenfalls PMO zu werden und das kommt ausschließlich Groundspeak zu Gute. Diejenigen, die auf diese Art den Umsatz erhöhen, gehen, finanziell gesehen, leer aus und dürfen sich maximal an netten Logs erfreuen. Insofern gesehen, sind die PMO-Cache-Owner eigentlich sogar die doppelt Dummen.

      Und nochmal zur Erinnerung: Groundspeak ist ein Unternehmen, dass Gewinn generieren muß (Verpflichtung gegenüber den Investoren!) und kein Sozialverein. Und alle Kunden generieren Umsatz, manche mehr, manche weniger, je nach gewählten Tarif (und Dienstleistung). Ach: Ja ich, weiß, die haben enorme Kosten, durch die Server, die sie betreiben und Personal haben die auch das bezahlt werden will. Vollkommen korrekt, aber diese Bertriebskosten fallen, weil sie Gewinn generieren wollen. Das sind dazu notwendige Kosten und Bestandteil des Businessplans.

      Das war meine Meinung dazu, ich wünsche Allen eine schönes Wochenende.
      ColleIsarco

  7. datenhamster sagt:

    Ich habe meinen neuesten Cache als PMO eingestellt. Ich habe ihn bisher nicht kontrolliert, doch anhand der Log kann ich jetzt schon sagen, dass es sich gelohnt hat. Sie sind ausführlicher, ich kann herauslesen, wie es um das Final steht und die Leute erfreuen sich an der Dose. Das alles habe ich von einem Kurzlog nicht. Bei weiteren Caches werde ich, so glaube ich, wieder auf PMO zurückgreifen.

    • radioscout sagt:

      Die letzten PMOC habe ich noch mit „TFTC – Standard log for PMOC“ geloggt. Aber das ist mir auch zu viel Aufwand. Ich logge dieses Zeuchs ab sofort nur noch mit TFTC oder einfach nur einem „.“.

  8. H sagt:

    Habe auch mal ganz bewußt einen meiner Mystery-Caches (ein habes Jahr) auf PMO gestellt.
    Grund war, dass einige Nichtcacher (Motorradfahrer) in ihrem Forum die Lösungen mehrerer Mysterys von A bis Z veröffentlicht haben.
    PMO und das Erreichen der Löschung des betreffenden Threads haben den Cache überleben lassen.
    Also, ich glaube, dass PMO ein Instrument sein kann, einen Cache zu schützen.

    H

  9. Foschal sagt:

    Auch wir werden unsere zukünftigen neuen Caches nur noch PMO veröffentlichen und den einen oder anderen Bestandscache umstellen.

    Seit der Cacherschwemme ist unser Wartungsaufwand für unsere etwa 40 aktiven Caches sehr gestiegen. Jedoch ist nicht das auswechseln der Logbücher das Problem, sondern das Ersetzten und Warten der Dosen.

    Es wird nicht mehr richtig getarnt, die Dosen nicht mehr richtig verschlossen, Logbücher werden nass in die Dose zurückgelegt, der Inhalt besteht nur noch aus Müll, der Flurschaden rund um die Dosen nimmt zu, Dosen werden geklaut und der Inhalt zurückgelassen, Coins und Travelbugs verschwinden immer häufiger aus den Dosen und tauchen nicht mehr auf, usw.

    Auch macht es keinen Spass mehr, Logs zu lesen, da sich keine Mühe mehr gemacht wird, etwas zu schreiben.

    Also … warten wir mal ab wie sich das Ganze weiterentwickeln wird und bis dahin … PMO Caches.

  10. Leonard of ... sagt:

    Die Problematik kann ich völlig nachvollziehen, ein „besseres Benehmen“ von PMs ist jedoch nicht wirklich nachweisbar. Ich lese häufiger von PMs mit 50 Funden, was sind schon 30€ im Jahr? Erfolgreicher als eine Einmahlzahlung wäre eine Art Ranking basierend auf durschnittlicher Loglänge, Anzahl eigener Caches, eigene Funde plus Wertung für D Wert, mit dem schützenswerte Caches vor Zugriffen geschützt werden.

  11. emergency99 sagt:

    Nicht immer sind PM besser als BM. Als ich auf GC.com kam schlug mein Vater vor mir sofort ein PMship zu kaufen. Ich sagte zwar nein, aber so wäre ich ein totaler Anfänger als Premium gewesen. Außerdem könnte ich nicht längere Logs schreiben als ich schreibe, weil ich das alles vom iPhone mache.
    So könnte auch ein PMOC Cache einen Log haben : „Tftc 🙂 SENT FROM MY iPHONE :)“
    Ich finde also, dass oft PMship nicht Qualität garantiert!

    PM heißt nicht Prime Minister… zu mindestens nicht hier 🙂

  12. Kuno von der Parthe sagt:

    In den ersten Jahren meines Cacherlebens habe ich die sporadisch der Homezone auftretenden T5er auch noch mitgenommen und es gab in ganz Sachsen nur etwa 4 PMO-Caches. Wir waren da noch stolz drauf, dass es diese Spaltung der Cachergemeinde nur im Westen drüben gab. Wenn ein Cache besonders schützenswert ist, setzt man in unserer Gegend einfach einen Deppendetektor davor, damals und auch heute noch. Denn 30 Euro überweisen oder sich schenken lassen, das kann jeder Dumme. Mit einem passenden Rätsel oder Multi kann man sogar ganz speziell steuern, ob z.B. nur Natur- oder Wanderfreunde eine Location besuchen. Ich verfolge die Logs zu meinen 60 z.T. recht langen Caches immer aufmerksam. Der Anteil dusseliger oder rücksichtsloser Cacher verteilt sich zu etwa gleichen Teilen auf BMs und PMs. Den Anfängern stehen nämlich auch leider diese fast neurotischen Statistikcacher entgegen, die würden sich doch nie ne Cachebeschreibung ausdrucken, das muss immer alles schnell gehen, selbstverständlich haben die alle einen Account wo man alles gleich auf dem PQ hat, eben Premium. Es häufen sich bei gerade bei denen sprunghaft Logs wie „Gefunden. Log folgt“ oder „Mist, hätten die den FTF doch mal gleich geloggt, dann hätte ich mir den langen Weg bei Nacht sparen können“. Und das „Log folgt “ steht dann ein Jahr später immer noch drin 🙁 zumal es eine Zumutung für den Owner ist, aktuelle Angaben zu seinen Caches dann immer erst auf Verdacht suchen zu müssen per nachträglicher Durchforstung seiner Caches.
    Und heute, 5 Jahre später, besteht meine Homezone fast nur noch aus T5ern und T5-Powertrails, die ich aus gesundheitlichen Gründen sein lasse, und Dutzenden von PMOs. Wenn ich mal schauen will, was es noch so Ungefundenes gibt, muß ich neuerdings mehrmals umblättern und dies alles durchforsten. Irgendwie fühl ich mich auf geocaching.com gar nicht mehr zuhause und ich fürchte irgendwann kommt der Tag an dem ich mich mit meinen Caches ganz auf opencaching und EC zurückziehe.
    Es gab schon mehrmals Gelegenheiten, in denen ich fast schon auf PM geupdatet hätte, ich war ja da kein fanatischer Gegner. Aber die Art und Weise, wie einen immer wieder oftmals ausgerechnet Newbies einen PMO vor die Nase setzen, wo ich dann in den (für BM übrigens einsehbaren) Logs lese, dass Koords völlig ungenau sind, Formeln nicht stimmen, mir und anderen älteren Basic Members Doofheit unterstellt wird, eben vieles darauf hinweißt dass da nich grad Intelligenzbestien am Werke waren, das alles hat mich immer im letzten Moment abgehalten. Diese Story mit dem 1:1-Umtauschkurs zum Dollar übrigens auch wieder. Mittlerweile bleib ich beim Basic aus Prinzip. denn es gibt auch anderes Platttformen, wo man nicht immer Angst vor irgendwelchen Willkürakten von Reviewern haben muß, und speziell opencaching ist da im vollen Umfang kostenlos, da gibts auch nicht diese ständigen nervigen Werbeeinblendungen. Und deren Server ist meines Wissen stabiler im Betrieb als der von unseren amerikanischen Freunden.
    Das Schalten der eigenen Caches auf PMO ist für mich in allererster Linie ein Zeichen für Unwissenheit, gewollte und ungewollte. Aber ich kann damit leben, denn es gibt auch jede Menge offener Caches. Und abseits von Snobismus und elitärem Gehabe macht das Caches ganz einfach viel mehr Spaß 🙂

  13. (wieder) BM sagt:

    Für mich als langjähriger ab und zu Cacher machte ein PM-Account immer weniger Sinn, da ich die technischen Vorteile eigentlich nicht genutzt habe. Nun tauchte ein PMOC direkt vor meiner Haustür auf, was mich nun doch etwas geärgert hat.
    Ich finde i.O. dass gc.com für technische Dienste und die dahinter stehende Arbeit Geld verlangen. Ich als User kann ja entscheiden, ob ich das brauche oder nicht. Cacher gratis arbeiten lassen um den Umsatz zu steigern, finde ich dagegen nicht fair.
    Ich verstehe das Anliegen schöne, teure Caches zu schützen. Bezweifle aber, dass das mit einem 30.-/Jahr Beitrag erreicht wird. Wer bezahlt muss nicht zwingend anständiger sein und wird die Caches nicht zwingend mit mehr Respekt behandeln. Zudem werde ich wohl nicht das einzige BM sein, das sich durch PMOCs leicht provoziert fühlt und findet: Gerade deshalb! Natürlich gehe ich auch vorsichtig ans Werk, muss dann jedoch u.U. länger suchen ohne Koords und Listing. Ob das den Cache wirklich schützt?
    V.a. wenn gewisse PMs Tradis schalten und ihnen Namen verpassen, bei denen man als einigermassen Ortskundiger nicht einmal eine Karte zücken muss und vor Ort findet man ein 0815 Filmdösli, wird das ganze dann noch eine Stufe fragwürdiger.
    Schöne lange Multis, die man ohne Listing wirklich nicht lösen kann, da verstehe ich den Schutzgedanken und kann damit leben.
    Und zu den Logs: Ich finde es gibt mittlerweile viele 0815 Caches und da passt ein 0815 TFTC wunderbar, egal ob PM oder BM. Bei allem aufwändigeren, müsste man meinen, dass es automatisch mehr zu sagen gäbe.
    Und daher noch ein Log/b zu dieser Seite: Danke für all die Tipps und Überlegungen. Da ich nun wenigstens loggen kann, bin ich den PMOCs gegenüber schon wieder viel freundlicher gesinnt… 😉

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