Munzee – installiert, gelacht, geärgert, gelöscht!

MUNZEE iOS iPhone Löschbestätigung Smartphone

Als mich das neue Geo-Game fürs Smartphone, „Munzee„, erreichte, musste ich meine Neugier nachgeben und mich sofort anmelden. Da ich iOS User war kam die App aufs iPhone, die Kollegen packten die App auf ihr Android und die Suche konnte beginnen. Ich habe sogar 5 Munzees ausgelegt, die auch gefunden wurden. Wir hatten unseren Spass…

Doch jetzt, einige Monate später, musste ich die Accountlöschung beantragen. Warum?

Vorteile von Munzee

Sicherlich handelt es sich bei Munzee um eine komplett neue Plattform, bei der man hätte sehr viele neue Ideen und Erfahrungen aus Geocaching Zeiten hätte einbringen können. Die Smartphones sind alle mit GPS Empfängern ausgestattet und so war eine grosse mögliche Zielgruppe mit vielen neuen Spielern und Ansätzen vorstellbar. Das war auch die Motivation von einigen Munzeeanhängern, mit denen ich in der Anfangsphase gesprochen hatte. Diese vielen Einflussmöglichkeiten wollten wir uns offen halten.
Hinzu kommt die Tatsache, dass Smartphoneuser völlig unvorbereitet und ohne jeden Aufwand am Geo-Game “Munzee” teilnehmen können. Ähnlich ist die Seite der Munzee-Owner, denn die Logbücher, Logbehälter und langen Listingtexte fallen einfach weg.
Und schliesslich ist dann das Scannen von QR-Tags auch so geeky, dass einige Smartphone User nur deshalb Munzee entdeckt haben, weil dieses Feature genutzt wurde.
Es gab einige nette Spezialaktionen, wie zum Beispiel am Valentinstag, an dem einige Munzees, die bereits deployed waren, in “Love-Munzees” umgewandelt wurden, die dann dem nächsten Finder besonders hohe Punktzahl einbrachten.

Nachteile von Munzee

Kritik am Spiel selbst…

Leider machten sich die Macher von Munzee einige dieser Vorteile direkt kaputt und schlimmer noch, sie prägten die Situation derart, dass sie zum Nachteil wurden.
So kann man einige interessante Munzee – Typen (Mysteries e.g.) nur direkt bei der Organisation Munzee kaufen, das wirkt dann sehr “gewinnorientiert” und ausbeuterisch, wenn man die kostenlosen Geocaches gewohnt ist. Selbst der gekaufte Mehrwert ist zweifelhaft, denn ein Mystery Munzee, bietet keinen Mehwert ausser einer zufälligen Punktzahl, die man beim Scannen erhält. Ja, letztlich ist Munzee wirklich nichts, ausser dem “grinden” von Punkten, denn über die Punkte werden sowohl die “Suchenenden” als auch die “Versteckenden” motiviert. Mehr nicht.
So bleibt ein Munzee nur ein “Tradi” in Form eines QR-Tags der irgendwo hängt… selbst die Gestaltung ist streng vorgegeben, womit auch in diesem Bereich nicht mit Überraschungen zu rechnen ist.
Eigentlich ist der Munzee dann nicht mal mehr ein Tradi. Denn der gesamte Charme eines Papierlogbuchs, in dem man blättern, stempeln und auch mal sehr persönliche Nachrichten hinterlassen und nachlesen kann, fällt der technischen Umsetzung zum Opfer.

(Ja, die Logbücher strotzen nicht immer vor literarischen Meisterleistungen in der Geocaching – Welt, aber man kann oder könnte es tun… 😉 )

Mir wurde es dann einfach zu langweilig, die Munzees wurden nicht geloggt, die Logs, welche ich als Owner zu lesen bekam, waren unpersönlich und lustlos.

Um die Situation noch weiter zu verschärfen, lesen sich die Newsletter von Munzee wie direkte Kopien von Geocaching Newsletter. Einige Ideen wurden direkt kopiert, für mich war die Monetarisierung des Spiels immer direkt spürbar, was mich auch heftigst abgeschreckt hat.

Wir hatten ja bereits einen Gastartikel, der die Munzee Problematik aus einer anderen Perspektive sehr schön beschreiben hat.

Die techische Umsetzung…

Es gab und gibt meines Wissens keine Möglichkeit des Offline-Loggings, was mich das eine oder andere Mal an den Rand des Wahnsinns getrieben hat.
Noch weniger durchdacht oder bis zum Ende implementiert scheint die Benutzerverwaltung zu sein. Als ich die Löschung meines Account beantragt habe, waren die Macher von Munzee noch nicht mal in der Lage meinen Useracccount zu löschen:

For the time being I’ve changed your email address so you will no longer receive email from us. This is a temporary fix to us being able to completely disable/delete you account. Thanks for your understanding while we complete this process!
(aus einer Supportmail, wegen meiner Löschungsanfrage 28.06.2012)

Vaydus hat es leider noch schlimmer erwischt, denn jetzt bekommt er dauernd die Newsletter, den er leider (die Mailadresse wurde ja geändert) nicht mehr abbestellen kann.

Derlei Fehler in der technischen Umsetzung, schaffen bei mir kein Gefühl der Sicherheit, welches ich unbedingt haben will, wenn ich eine App benutze, die die Möglichkeit hat, ein Bewegungsprofil von mir zu erstellen.

Fazit

Lange Zeit habe ich das Spiel “Munzee” mitgemacht, und wir haben ja auch mit einigen Leuten gesprochen, die echt Spass am Spiel hatten. Lammy hätte sonst sicher nicht eine so tolle Anleitung bauen können. Aber langfristig hat das wohl nicht getragen.
Einige Zeit, war ich überzeugt davon, dass die “Smartphone Geocacher” die ideale Zielgruppe von Munzee sein würden, allerdings musste ich angesichts der technischen Schwierigkeiten auch davon Abstand nehmen.

Ich werde Munzee nicht vermissen… wenn ich Statistikcachen will, kann ich das mit „normalen“ Tradis genauso tun, habe aber sicher mehr Spass!

Bin ich mit dem Urteil zu ungeduldig oder habe ich ganz wesentliche Aspekte übersehen, die das Spiel interessant machen? Dann freue ich riesig auf Euren Hinweis in den Kommentaren. Natürlich interessieren wir uns auch für Eure Munzee Erfahrung, egal welcher Natur die waren!

Über helaron

Ich heisse Armin, bin 41 Jahre alt, habe zwei Söhne, wohne in Ettlingen und bin einfach gerne draussen. Geoaching hat sich in meiner Freizeit richtig breit gemacht ... das macht mir einfach am meisten Spass! Gerne koennt Ihr mir eine Mail schreiben: "helaron "bei den" geozecken.de"
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  1. Saarfuchs sagt:

    Ja, das kann ich gut nachvollziehen!

    Auch bei mir war der Verlauf fast gleich – am Anfang neugierig, ich habe ein paar Munzees gesucht (gescannt) und… naja, die Freude war nur kurz und ich bin dann doch bei Geocaching geblieben… den Schritt zu eigenen Munzees legen habe ich nie vollzogen, vorher war auch bei mir zu schnell die Motivation abgeebbt.

    Schade, hier wurde die schnöne technische Idee der QR-Codes nicht konsequent genug in das Spiel integriert. Auch frage ich mich, ob die „Macher“ nicht auch über Werbung auf ihrer Webseite genug verdienen können, so dass das eigentliche Spiel kostefrei bleiben kann?

  2. FMercier sagt:

    erstens!
    wer bei munzee nen tollen Logeintrag erwartet, hat DAS Spiel nicht richtig verstanden…
    zweitens
    ich bin der Meinung, man kann seinen Account selber löschen, habe ich irgendwo im Forum gelesen…
    drittens
    offline geht aber im Moment nur auf Android, da hat man ENDLICH mal das bessere System bevorzugt 😉

    einfach mal abwarten…

    • helaron sagt:

      Hallo FMercier,

      ich wuerde mich wundern, wenn mir der Support bestätigt, dass sie selbst den Account nicht löschen können, es aber dennoch ginge. Würde mein Gesamturteil eher noch deutlicher machen.

      Mich interessiert aber tatsächlich, was das Spiel ausmacht, das ohne Kommentare auskommt, ich würde mich echt freuen, wenn Du das noch kurz erklären könntest.

      Vielen Dank schon jetzt!
      Helaron

      • FMercier sagt:

        ich habe oft echt kein Bock mehr auf diese blöden Logs bei GC – da fühlen sich manchmal Leute auf den Schlips getreten, andere reden als wenn sie wer weiß was sind und machen selber nur Müllcaches…
        generell ist das einfach alles verlogen!
        hier um die Ecke (15-20km) klebt n Nano an nem Mülleimer neben ner Bank, aussicht gibts keine… und alles sagen „Toll, super Cache…“ ich habe gesagt, dass ich keine Nanos mag und schon gar nicht an nem Mülleimer und zack gibts ne Mail vom Owner mit LogLöschDrohung – das ist Geocaching!

        sowas geht bei Munzee gar nicht, man hat nur begrenzten Platz für Log, wie bei ner SMS … aber „im Feld“ habe ich einfach keine Lust etwas zu schreiben 😉 … das ist das tolle an Munzee … (Geocaching finde ich aber auch besser…)

  3. FMercier sagt:

    … ach ja, den newsletter kannste doch mit dem Spamfilter blocken 😉

  4. Mark sagt:

    Ich hab ein Ticket geschrieben und sie haben den Account anstandslos gelöscht:

    Team Munzee, May 06 07:46 (CDT):

    I went ahead and deleted your account. We’re sorry to see you go.

    Thanks,
    Scott

    • Vaydus sagt:

      Sicher, daß auch ALLE Daten gelöscht wurden? Mein Account wurde damals (16.03.2012) lediglich deaktiviert. Hierbei wurde sogar nur die Mailadresse verbogen und es ist nun sozusagen ein „toter“ Account.

      Die Begründung war folgende: „Players get points when you capture their munzees so we leave them up.“

      Den Newsletter bekomme ich heute noch – und ich kann diesen dadurch auch nicht mehr abmelden.

      • Mark sagt:

        Ich konnte mich danach nicht mehr einloggen und bekam auch nix mehr. Allerdings habe ich nie auch nur einen Munzee gecaptured oder ausgelegt.

        • Vaydus sagt:

          Das Einloggen ging bei mir auch nicht mehr, weil sie die Userdaten nur „verbogen“ haben! Der Account war dennoch vorhanden.

          In deinem Fall war wohl auch ein Löschen möglich, da es noch keine Datenbankreferenz zu anderen Usern gegeben hat.

  5. Daniel sagt:

    Hallo,
    einige Sachen würde ich hier gern gerade rücken. Vielleicht findest du ja doch noch Gefallen am Spiel 😉
    1.) du kannst einen Munzee gestalten, wie du magst. Nötig ist nur ein QR-Code der ausgelesen werden kann. Gestaltungsmöglichkeiten gibt es quasi unendlich. Beispiel hier: http://munzeeclub.de/viewtopic.php?t=222

    2.) Offline capture und deploy ist mir Android schon seit einiger Zeit möglich. Anleitung hier: http://da-fi.de/2012/06/munzee-ohne-mobiles-internet-jetzt-schon/
    Die neue App fürs iPhone liegt schon bei Apple zur Prüfung.

    Viele Grüße

  6. chrysophylax sagt:

    Den fand ich schon etwas zum Schmunzeln:

    > für mich war die Monetarisierung des Spiels immer direkt spürbar, was mich auch heftigst abgeschreckt hat.

    Also ich spüre die Monetarisierung der Firma G$ irgendwie auch schon länger sehr direkt – sowohl was den Umgang mit ihren Kunden (der war auch zu Zeiten bescheiden, als ich noch freiwillig gezahlt habe) als auch ihre Geschäftspolitik angeht. Aber vielleicht spüre ich die Monetarisierung auch nur, weil die regelmässigen großen „Nu kauf doch endlich Premium-Mitgliedschaft“-Popups besonders bunt, kontrastreich und nervig sind und ich noch kein Schema gefunden habe, mit dem ich meinen Werbeblocker füttern könnte um sie loszuwerden.

    Man verfolgt sein eigenes kommerzielles Geschäftsmodell, und Rückmeldungen aus der Benutzerschaft interessieren eher gar nicht, die stören nur – warum hätte G$ sonst das Feedback-System abschaffen sollen…

    Ich hätte gehofft, dass die Munzees G$ den einen oder anderen Kunden wegnehmen – einfach damit´s die Firma in Seattle da trifft, wo es weh tut (am Geldbeutel) und sie sich vielleicht auch mal ein wenig bewegt in Sachen Kundenfreundlichkeit.

    Ausserdem hoffe ich einfach, dass es eine möglichst große Anzahl verschiedener Anbieter solcher „Geo-Spiele“ gibt, denn dann verteilen sich die Nutzer auf mehr Plattformen und es geht auf zumindest einzelnen Plattformen (die sich vielleicht zu spannenden Nischenprodukten hinentwickeln ?) etwas ruhiger zu….

    chrysophylax.

    • helaron sagt:

      Da gehe ich in allen Bereichen mit Dir mit!

      Ja, nichts ist besser als Konkurrenz. Deshalb probiere ich auch viele neuen GeoGames aus… Doch leider muss ich bisher sagen, dass ich bis auf G$ wenig echte Alternativen fand. Allerdings fängt auch dort grade ein Prozess an, der mir Sorgen bereitet.

      Wenn wir alle immer mehr Premium machen, weil sonst zu viele Leute die Caches suchen können, und dann Cacherautobahnen entstehen würden…

      Dann spielen wir G$ in die Taschen – im wahrsten Wortsinne!

      Aber Munzee wirkt so ungeliebt und hingeworfen, dass ich den Versuch abbrechen musste.

      • chrysophylax sagt:

        Ich hab´s mit Munzee erst gar nicht versucht – sowohl weil ich kein Prekariatstelephon mit entsprechender Funktionalität besitze, als auch weil mir persönlich es besonders wichtig ist, dass ich die Möglichkeit habe, LANGE Logs zu schreiben.

        Allerdings fand ich die Idee ganz spannend und es wäre eine unglaublicher Schritt nach vorne für die Dosensucher-Welt, wenn man z.B. an sensiblen Orten statt eines Behälters einfach nur eine Art von „Zugangscode“ (notfalls auch so ein 2D-Barcode-Mist oder einfach auch ein klassisches Passwort) deponieren könnte, dessen Eingabe auf der Online-Plattform erst die Logmöglichkeit freischaltet. OC hat sowas zum Beispiel. Find ich super, wäre eine klasse Weiterentwicklung in Richtung Naturschutz – aber Seattle ist da unglaublich stur. Naturschutz interessiert die nicht die Bohne – im Gegenteil, die fahren voll auf MEGA-Events ab und hoffen, dass möglichst viele Leute möglichst viel Sprit bei einer Anreise quer durchs Land in die Luft blasen nur um zu einer riesigen Party zu kommen… Naturschutz sieht anders aus….

        Naja, man kann auch hier einfach nur darauf hoffen, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und vielleicht der eine oder andere Anbieter Funktionalitäten nachrüstet, nicht weil er sie toll findet oder weil die „Community“ sie will, sondern nur damit er sie als „Me-Too-Feature“ auch anbietet, weil die Konkurrenz das ja hat.

        chrysophylax.

  7. Matthias sagt:

    Also ich bin Geocacher, habe auch schon GPS-Mission gespielt, leider gibt es da keine App für Android und bin seit einem dreiviertel Jahr auch auf der Jagt nach Munzees. Mir macht das genauso Spaß wie Geocachen. Ob ich jetzt hier oder dort Punkte bekomm ist mir eigentlich egal. Mir geht es darum, mit meiner High Tech Ausrüstung Spaß zu haben und mal nach draussen zu kommen nach einem langen Arbeitstag. Jeder eben wie er mag. Ich habe auch ein Auto und ein Moped, mal fahr ich mit dem Auto zur Arbeit und mal mit dem Moped, genauso ist das bei mir mit der Punktejagt, mal bei GC, mal bei Munzee und ab und an auch mal bei OC! Man sollte auch bedenken, Munzee ist jetzt ein Jahr alt geworden, wie sah das im Jahr 2001 bei Groundspeak aus? Sicherlich auch lange nicht so wie heute! Gebt dem Spiel noch etwas Zeit und wenn es euch nicht gefällt dann spielt es eben nicht!

  8. ichbins sagt:

    Ok, ich bin bei leibe nicht der große Munzeelogger (auch bei mir ähnlicher Verlauf, ein paar Hände voll geloggt, dann kam die große Langeweile….ist beim cachen bezogen auf Fuddelstradis allerdings auch so).

    Aber was ich überhaupt nicht verstehe, ist der Argumentationsstrang über die Monetarisierung. Die Jungs haben Munzee als startup mit klarem Ziel hochgezogen: Geld verdienen. Finde ich erstens nicht verwerflich und zweitens durchaus sinnvoll…sich durch seine eigene Arbeit zu ernähren ist schließlich im wesentlichen sozial akzeptiert, soweit ich weiß. Mit ganz, ganz viel gutem Willen kann ich die Kommerzkritik an GS ja noch verstehen, weil hier je nach Betrachtungsweise ein ursprünglich nichtkommerzielles Konzept vereinnahmt wurde. Aber seien wir ehrlich, ohne auch nur die ansatzweise Möglichkeit der Refinanzierung+xxx$ würde wohl kaum jemand eine solche Plattform betreiben. Das mag in Nischenmärkten wie einer einzelnen, nicht zu großen Nation möglich sein….aber global? Um zurück zum Thema zu kommen: Bei Munzee gab’s kein nichtkommerzielles Konzept, sondern nur einen Businessplan.

    cu

    ichbins

  9. Pumti sagt:

    Also ich kann es ja durchaus verstehen, dass einige Munzee nicht mögen. weil es schon sehr stark um Punkte geht und es zum Teil auch viele nichtssagende Munzees gibt. Ich finde es auch ok, wenn einige wieder mit Munzee aufhören, nach dem sie es ausprobiert haben und es nicht gefällt. Ist auf jeden Fall besser als von vorne herein zu sagen „Munzee ist scheiße, mach ich nicht.“

    Aber einige Dinge die hier stehen, sind so nicht richtig. Einige Sachen wurden ja schon in den Kommentaren geschrieben. Z.B. gibt es unzählige Gestaltungsmöglichkeiteneine; eine Offline-Funktion gibt es für Android, für iPhone ist diese auch schon fertig, es dauert aber bis Apple die App geprüft hat.

    Über die Logs kann man sich streiten, aber wenn man sich die Logs bei GC anschaut, dann braucht man zum Teil wirklich keine mehr.

    Auch die Monetarisierung finde ich bei G$ wesentlich schlimmer als bei Munzee.
    Bei G$ kann man ohne PM wesentlich Funktionen ja gar nicht nutzen und es wird auch noch ständig darauf hingewiesen wie toll PM ist , man soll TBs/Coins und original GC-Logbücher kaufen. Für die App muss man sich natürlich auch bezahlen.
    Bei Munzee kann man alle Funktionen nutzen ohne etwas zu bezahlen. Natürlich gibt es spezielle Munzees die etwas kosten, aber niemand wird dazu gezwungen die zu kaufen, es gibt dadurch auch keinen großen Vorteil. Auch durch die Munzee-PM gibt es keinen wesentlichen Spiel-Vorteil.
    Die Munzee-PM wurde übrigens auch nicht wegen einem Businessplan eingeführt. Sondern weil die Community es gefordert hat, damit bessere Server gekauft werden können. Bei den Virtual Munzees war es ähnlich. (Durch Werbung lässt sich so eine Seite nicht mehr finanzieren)
    Daran sieht man auch, dass man bei Munzee auch auf die Community hört, nicht wie bei G$ wo man eine Verbesserungsvorschlag auch direkt einer Wand erzählen kann. Natürlich kann man es aber auch nicht jedem recht machen.

    Zu der Löschung des Account muss auch erwähnt werden, dass bei GC auch kein Account gelöscht werden kann.

    Wie man jetzt vielleicht schon raus lesen kann gefällt mir Munzee sehr gut. Mein GC-Account staubt schon ein, mein letzten Cache hab ich vor einem Monat zufällig bei der Suche nach Munzees gefunden.
    Aber jeder kann natürlich suchen was er will und was ihm mehr Spaß macht.

    Bleibt am Ende noch die Frage: „Warum will G$ die Idee von Munzee kopieren?“

    Pumti

    • helaron sagt:

      Ich danke Dir für die umfassende Sicht.

      Vielleicht sollte ich mal ein paar Kollegen animieren, einen längeren „Spielbericht“ zu verfassen, damit mir mal in ein paar Zusammenhängen erklärt wird, warum es Munzee nun unbedingt geben muss.

      Danke.
      helaron

      • Pumti sagt:

        Am besten an Munzee finde ich, dass es dort mehr ums finden als ums suchen geht. Denn auch der Owner erhält Punkte wenn sein Munzee gefunden wurde. So gibt es zu jedem Munzee ein Hint oder eine genaue Beschreibung.
        Beim Geocachen geht es dagegen eher ums suchen bzw. hab ich manchmal das Gefühl es ist manchen Ownern vollkommen egal ob ihr Cache gefunden wird oder nicht.

        Ich persönlich finde lieber als zu suche, deshalb mag ich Munzee. Von andere Munzee-Spielern habe ich ähnlich Aussagen gehört. Da muss also etwas dran sein 😉

        Übrigens gibt es ab heute die Offline-Funktion auch für iPhone

  10. Andy sagt:

    moin zusammen,

    bin vor ein paar wochen auch auf munzee aufmerksam geworden. spiele es ganz gerne, gerade in der homezone wo alle caches abgegrast sind oder in gegenden wo nicht viele caches liegen. natürlich ist es keine alternative zum geocachen. es sind zwei unterschiedliche spiele!
    im artikel wird die gewinnorientierung bemängelt, dazu gibt es aber auch logische antworten. munzee ist momentan noch im aufbau, so wie geocaching vor 10 jahren. es sind vier studenten aus texas die munzee momentan noch nebenbei betreiben. natürlich haben die geldsorgen wenn man sich die ganze logistik dahinter mal vorstellt. webspace, QR generator, die nutzung der landkarten und vieles mehr muss bezahlt werden. im internet ist auch zu lesen das man versucht mit den business munzee´s geld in die kasse zu bekommen. habe meine erste business munzee gelegt und muss sagen: es war absolut kostenfrei! also versichtet man schon auf die 100 $ die ein betrieb für das kleben der business munzee eigentlich hätte abdrücken müssen. so kommt man seinen „spieler“ doch sehr entgegen. premium mitgliedschaften sind auf beiden plattformen mit kosten verbunden. und wer für eine mysterie munzee kein geld ausgeben will der muss es auch nicht.

    fazit: ich spiele weiter weil es spass macht!

    gruss
    andy

  11. Andy sagt:

    nachtrag

    die munzee app ist kostenlos. die gc-app kostet 7 euro.

  12. Geo sagt:

    Hallo,

    ich habe lange Zeit Geocaching betrieben und muss sagen das es mir in der anfangszeit sehr gut gefallen hat. Es gab jede menge intressante Mutis die gut gemacht wurden und auch schöne Dosen mit guten Tauschgegenständen hatten.

    Wenn ich heute Geocachen gehe finde ich Dosen mit Fäkalien oder zerstörte Verstecke vor.
    Wie reagiert jetzt Geocaching, es werden nur noch mini oder micro Caches gelegt oder aber ich bin Premium und kann nach Premium Caches suchen.

    Da lobe ich mir doch munzee hingehen scannen fertig, ja es gibt leider noch keine multis und wenn ich nichts bezahlen möchte verzichte ich halt auf Virtuelle.
    Beim Handy kann ich nur vom Apfel und ein Android empfehlen hiermit geht das filtern der munzees sehr gut und auch die Akkuleistung ist prima. Selbst offline kein Problem mehr.

  13. SusiSorglos sagt:

    Am besten finde ich bei der Munzee Suche und auch beim Kleben, dass man von seinen Munzee-Friends ein super Bewegungsbild hat. Sehr praktisch, wenn der Freund dieses Spiel auch spielt. „Schatz, wo warst Du heute?“ brauche ich gar nicht mehr zufragen. Ich schaue einfach nach, wo er deployed oder gecaptured hat. Da sage ich doch glatt: Danke, Munzee! 🙂

  14. Matt sagt:

    Seit zwei Wochen dabei. Munzee ist ein anderes Spiel als Geocachen. Es ist verwandt, mehr aber auch nicht. Meine Bilanz nach der kurzen Zeit:

    + Null Vorbereitung nötig, keine Tools, keine Tabellen, kein Papier
    + keine schmutzigen Finger mehr
    + keine “Tarnkappe” bei der Suche erforderlich
    + relativ hohe Findegarantie, da Verstecke meist einfach, Hints oft mit Spoilercharakter
    + Die Statistik des Finders wird nicht automatisch veröffentlicht
    + Kein zusätzlicher Logeintrag nötig
    + sehr wartungsfreundlich, wenn weg, dann weg

    – Verstecke manchmal eintönig und wenig interessant
    – häufig ungenaue Koos
    – durch leichten Findegrad insgesamt etwas langweiliger
    – Dinger werden manchmal nicht gewartet
    – Austausch in Community findet nicht so statt

    Fazit:
    In der City mache ich lieber Munzees, im Gelände bevorzuge ich Geocaching.
    Nicht “entweder-oder”, sondern parallel, vernünftig dosiert und jeder, wie er mag.

    Gruß Matt

  15. Frank sagt:

    So ging es mir am Anfang: http://www.geocaching-fediar.de/munzee-cool-oder-nicht/ auch, mittlerweile habe ich aber doch irgendwie Gefallen daran gefunden. 😉

    Kannst es ja noch einmal ausprobieren, inzwischen ist munzee meiner Meinung nach echt gut, ein paar Sachen fehlen zwar noch aber die kommen vielleicht noch.

    Am meisten stört mich momentan, dass die Homepage in englisch ist, zum Glück gibt es die App auf deutsch.

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