Lohnt sich ein Groundspeak Premium-Account?

Anfangs war ich der Meinung, daß ich keinen Premium-Account (Bezahlzugang) bei Groundspeak benötige. Immerhin hatte ich doch Zugriff auf alle Caches (dachte ich zumindest), konnte immer alle Informationen einsehen und kam damit doch gut zurecht.

Was soll ich sagen, kaum zeigte mir Sascha (askanis) die ganzen Premium-Features war ich Feuer und Flamme, ja ich war direkt begeistert.

Also warum wechseln? Was bringt einem oder in diesem Fall mir nun ein solcher Premium-Account, der immerhin um die 23 EUR pro Jahr kostet (je nach Dollarkurs)?

Übersicht über die wichtigsten Vorzüge:

  • Zugang zu weiteren Caches: Sehr viele Caches werden inzwischen auf Premium-Only umgestellt, denn warum auch immer, manche Caches werden anhand den zugänglichen Koordinaten leider geklaut oder zerstört (was ich sehr schade finde, denn die Owner investieren sehr viel Zeit und Energie in ihre Caches!).
  • Erweiterte und personalisierte Suche: Anhand diversen Kriterien kann man sich eine Suche zusammenbauen – entweder einmalig oder als regelmässiger Service – das ganze nennt sich dann Pocket-Query. Ich lasse mir z.B. zwei Mal die Woche alle aktiven und noch nicht geloggten Tradis und Multis im Umkreis von 20km zusenden. Diese Dateien können anschließend auf das GPS-Gerät übertragen werden. Besonders die Übertragung von Pocket Queries in die Geocaching-App von Groundspeak erlaubt dann die Nutzung der Informationen (die im schnellen Heimnetzwerk heruntergeladen wurden) ohne dauernden Internetzugang während der Geocachingtour! Das ist gerade bei mehreren Caches oder einer ganzen Cache-Serie wirklich praktisch. Man spart sich die manuelle Eingabe und vermeidet dabei Vertipper.
  • Filterfunktion in der Kartenansicht: Bei der Suche nach neuen Caches nutze ich oft und gerne die Kartenansicht und schaue mich dort etwas um. Die Caches sprießen nur so aus dem Boden und die Übersicht ist nicht immer gegeben. Durch die FIlterfunktion können gewissen Cachetypen oder auch bereits gefundene Caches ausgeblendet werden.
  • Favoriten vergeben und danach sortieren: Pro 10 gefundener Caches erhält man einen Punkt, den man an einen Geocache seiner Wahl vergeben darf. Diese stellen also ein rares Gut dar, weswegen man diese auch sparsam verteilt. Wenn nun also ein Cache mal 200 Favoritenpunkte sammeln konnte, ist das definitiv ein Hinweis auf außerordentliche Qualität. Listen und Pocket Queries können nach der Anzahl der Favoritenpunkte sortiert werden, was dann auch die Auswahl immer sehr erleichtert.
  • Listen: Caches können in verschiedene Listen gepackt werden, eine Art Bookmarkliste. Ganz praktisch, um sich z.B. eine kleine Tour zusammenzustellen oder sich einfach verschiedene Caches zu merken. Die Anzahl der Listen ist nicht begrenzt, zumindest ist mir keine Begrenzung bekannt. Diese Listen können auch veröffentlicht werden. Für den anstehenden Nachtcache (kurz NC) habe ich mir z.B. eine Liste verschiedener NC im Raum Karlsruhe zusammengestellt. Diese Listen können auch wieder sehr einfach zu Pocket Queries gemacht werden, die dann problemlos auf die jeweiligen Geräte übertragen werden können.

Auf der Webseite von Groundspeak findet ihr eine genaue Gegenüberstellung von Basic und Premium Account.

Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob sich das Ganze für einen lohnt – ich kann hier nur für mich sprechen und ich muss sagen, ich bereue es keine Minute!

The Groundspeak Geocaching Logo is a registered trademark of Groundspeak, Inc. Used with permission.

Über Vaydus

Ich heiße Markus, bin 37 Jahre alt, wohne in Karlsruhe und bin leidenschaftlicher Geocacher und Hobbyfotograf. Hier geht's zu meiner Webseite.
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  1. Bursche sagt:

    In meiner Gegend gibt es eine Handvoll PMO-caches. Die meisten kenne ich, ich habe sie entweder gesucht bevor sie PMO wurden oder habe sie gefunden obwohl sie PMO sind. Auf der gc.com Karte sind diese Caches in bestimmten Zoomstufen sichtbar und die Koordinaten können per „send to gps“ auf´s Garmin übertragen werden. Da sit kein cache dabei für den es sich lohnen würde 23€ zu bezahlen. Es sind überwiegend 08/15-micros wie es sie zu tausenden gibt. Die wirklich tollen Caches, wie zB. die der Helden oder von dgumg sind alle frei verfügbar.

    Die Filterfunktion bei der Suche bietet mir auch gctour und das sogar schneller als der Weg über die PQs.

    Ich habe daher die PM noch nie vermisst!

  2. T-Bone sagt:

    Einen Premium Account mit vielen Cachern teilen – das ist wohl eine gute und günstige Idee, die ich in Zukunft mit Freunden praktizieren werde.

  3. Schrottie sagt:

    Und hier gibt es dann noch einen Vergleich, der nicht nur Basis und Premium bei GC umfasst, sondern auch noch weitere Plattformen berücksichtigt: http://coord.dafb-o.de/plattformen/vergleich.html Dort sieht man dann auch, das bspw. die bei GC käuflich zu erwerbenden Funktionen, bei fast allen „Konkurrenten“ zum kostenlosen Standard gehören. Logisch, sind es doch letztlich alles grundlegende Datenbankfunktionen und der Benutzer der den Content liefert – schließlich verstecken ja die Benutzer die Dosen und nicht Groundspeak – kann die Datenbank dann auch so benutzen wie es sich gehört.

  4. Reflektor sagt:

    Naja ich finde 23 Euro jetzt mal nicht wirklich viel Geld und wundere
    mich warum es darum immer so eine Diskussion gibt.
    Wenn ich mal überlege für was für einen anderen Scheiss ich
    Geld raushaue.
    Wenn ich in einem Verein bin kostet es meistens mehr Geld, oder
    2 – 3 mal weniger im Jahr nach MD oder BK, das ist dann sogar
    noch für die Gesundheit gut.
    Mein Bruder hat auch nicht viel Geld und lässt sich den Account
    zum Geburstag schenken, geht auch und ist wenigstens ein Geschenk
    was er wirklich gebrauchen kann.
    Oder man lässt sich von Schrottie beeinflussen und geht nach OC,
    weil GC.com ja eh nur böse ist. 😉
    Naja muss halt jeder selber seine Wahl treffen.
    Jedem ist halt was nur wert was er bereit ist dafür auszugeben.
    Wir sind eine Vierergruppe und jeder hat seinen eigenen PM weil
    es einfach bequemer ist und wie gesagt das bißchen Geld ist uns
    das wert.
    Bis dahin
    Reflektor

  5. T-Bone sagt:

    Die Frage ist ja auch, ob sich das Preis/Leistungsverhältnis lohnt.
    Ich war auch lange PM, aber wenn ich dann sehe, dass sie es nicht mal schaffen
    anständige Server zu finanzieren, die auch mal zu Spitzenzeiten noch Kapazitäten haben, dann frag ich mich echt, was die mit dem ganzen Geld machen (vermutlich scheffelt da einer ganz schön in die eigene Tasche, der Rest wird dann für Werbung ausgegeben).

  6. Vaydus sagt:

    Bisher konnte ich mich nicht über Perfomance-Probleme beschweren. Klar, jeder Anbieter hat mal einen Ausfall, … denn kein System ist wirklich Ausfallfrei. 🙂

    Auch was die Kosten angeht, kann ich mich nur der Meinung von Reflektor anschließen. Wenn man sich mal überlegt, für was man sonst alles Geld ausgibt.

    Für mich kommt aktuell eben nur Geocaching.com in Frage. Mag sein, daß es auch andere Plattformen gibt, doch für was? Nur um 23 EUR im Jahr zu sparen? Für mich liegen die Vorzüge und Vorteile einfach auf der Hand und ich kann dadurch Geocaching in vollen Zügen genießen.

    Wie immer gilt, jeder muss für sich selbst entscheiden, ob und in wie fern es sich für einen lohnt … und welchen Weg er wählt.

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