Hellberg Serie Ettlingen – Geozecken im FTF-Fieber

Wer kennt das nicht… man sitzt abends am Rechner tut ein bisschen dies und dann noch ein bisschen das. Man chattet gerade mit Vaydus über ein neues Stück Software und in diesem Moment kommen die ersten Mails, dass der Reviewer gerade etwas gepuplished hat, was ganz in der Nähe zu liegen scheint.

„[GEO] Notify: Tschudo Judo published AMG am Hellberg  #01 (Traditional Cache)“ (21:53Uhr)

Erst mal danke an den Reviewer der mit seinem besonders guten Timing den Abend noch mal deutlich verschönert hat.
Und schon spürt man die Frage schwebend im Chat: Gehen wir noch raus und versuchen uns am FTF („First to find“) dieses Caches? Dann kommen die nächsten Mails und es wird klar, dass es sich um sechs Tradis und einen Mystery als Bonus handelt.

Es kam wie es kommen musste, Vaydus und Helaron sind vom FTF Fieber gepackt.

Keine 20 Minuten später steht helaron auf dem Parkplatz in Ettlingen und Vaydus kommt herangebraust. Helaron hat den klaren Heimvorteil, so ist der Weg zum ersten Cache schnell gemacht. Naja, irgendwer im Augustinusheim wird sich schon gefragt haben, wozu zwei Männer nachts mit Kopflampe, Rucksack den Berg hochrennen und welches Ziel die Herren wohl verfolgen mögen. Naja wir haben freundlich gegrüsst und sind weitergegangen.

Ich verweise hier einfach auf meine Bookmarkliste, die ich kurz zu der Serie angelegt habe. Wir haben natürlich bei Cache #1 begonnen und waren total begeistert, dass vor uns noch keiner seine Kürzel ins Logbuch schreiben konnte. Also schnell geloggt, alles wieder eingepackt, schnell online geloggt und schwupp weiter zu Cache #2.

Die Caches sind allesamt schön versteckt, liegen entweder sehr nahe am Weg oder maximal 20 Meter vom Weg entfernt. Bei den Stationen drei und vier waren wir der Meinung, dass die angegebenen Koordinaten gerne noch mal überprüft werden könnten, aber schliesslich konnten wir auch diese finden.

Da wir nun mit akutem FTF-Fieber unterwegs waren, haben wir natürlich nur die sechs Tradis „mitgenommen“, so dass nach Cache #6 erst mal die Suche nach dem Bonus Cache begann. Aber Gott sei Dank ist die Netzabdeckung dort im Wald sehr gut und die Geocaching-App half uns weiter.

Die Berechnung der Finalkoordinaten war recht einfach und gerade der Final war schnell gefunden. Wir haben vorher noch den schönen Ausblick über die Dächer des nächtlichen Ettlingen genossen, wirklich sehenswert!

Wäre da nicht die Hornisse gewesen,  die magisch von unseren Kopflampen angezogen wurde, hätten wir auch den Final noch etwas besser geniessen können. So wurde es eher zu einem schnellen Eintrag und einem fluchtartigen Verlassen der Location.

Insgesamt ist diese Serie nicht wirklich fordernd, dauert etwas unter 2 Stunden und ist wirklich gut mit Kindern zu machen. Das sollte dann aber bei Tageslicht passieren. Ich muss anmerken, dass dieser Hellberg definitiv die Heimat von sehr aktiven Wildschweinen ist, denen ich sicher nicht alleine in der Nacht begegnen möchte. Selbstverständlich sind wir auch hier auf Zecken getroffen!

(Ja, es war sehr unvernünftig die FTFs bei Nacht zu machen, aber das war der Fieberwahn!)

Wer also eine kurze Familien-Geocaching-Wanderung über Ettlingen machen will, sollte sich die Hellberg-Serie auf die Todo-Liste setzen. Die Berechnung der Finalkoordinaten kann von einem Vorschul- oder Grundschulkind erledigt werden, so dass auch dieses Erfolgserlebnis für die Kids erreichbar ist. 100% Kinderwagentauglich ist die Hellberg-Serie leider nicht, da man doch ab und an den Weg verlassen muss, man muss die meiste Zeit bergauf laufen, aber am Ende ist eine nette Möglichkeit für eine Ruhepause und dort entlohnt der Blick über Ettlingen!

 

Für einen netten Sonntagsspaziergang mit GPS Gerät in Ettlingen definitiv eine Empfehlung.

Danke an das Team „SMILE“, die die Serie gelegt haben! Wir hatten zwei Stunden Spass und eine nette Wanderung noch dazu!

Über helaron

Ich heisse Armin, bin 41 Jahre alt, habe zwei Söhne, wohne in Ettlingen und bin einfach gerne draussen. Geoaching hat sich in meiner Freizeit richtig breit gemacht ... das macht mir einfach am meisten Spass! Gerne koennt Ihr mir eine Mail schreiben: "helaron "bei den" geozecken.de"
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  1. -jha- sagt:

    Problem bereitet vielen FTF-Jägern, dass dier Wettbewerb irgendwann immer härter wird und dann diverse Regelungen der Straßenverkehrsordnung (und auch des Naturschutzes, wenn da „Land- und Fortstwirtschaft frei“-Schilder stehen) immer flexibler ausgelegt werden.

    Da wird dann behauptet, „man habe doch ein Anliegen“. Oder „wir haben doch einen Landwirt im Team, der ist zwar gerade nicht dabei…“

    • helaron sagt:

      Naja… aber dann wird ein vieler Orten angemerktes Problem sichtbar.

      Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob ein Hobby das Übertreten eines Gesetzes wert ist. Und ob ein mit unfairen Mitteln gewonnener Statistikpunkt tatsächlich noch wertvoll ist.

      Deshalb war uns auch wichtig, dass die Caches am Wegrand oder in der Nähe des Weges liegen… wir wollten nicht zu viel Unruhe stiften.

      Aber wie sagt schon ein Zitat von der Isle of White in Südengland:
      „The only problem about common sense …
      is that it is not very common!“

      • webmicha sagt:

        Ich kann das gut verstehen mit dem FTF Fieber. Die Notifies zur Hellberg-Runde hab ich auch bekommen, doch für mich ist Ettlingen schon am Rande des Aktionsradius wo man mal eben schnell hinfährt und außerdem die Cacherdichte schon recht hoch was die Erfolgsaussichten trübt. Daher hab ich mich erst gar nicht auf den Weg gemacht 😉 Ich muss auch nicht um jeden Preis einen FTF loggen. Inwieweit das ein ‚harter‘ Wettbewerb ist vermag ich nicht zu beurteilen, es gibt bei jeder Art von Aktivität Leute die mehr oder weniger rücksichtslos unterwegs sind, sei es gegenüber anderen, der Natur oder irgendwelchen Regeln. Letzlich muss das jeder für sich selbst entscheiden und auch verantworten.rnrnGestern abend hatte ich auch die Chance einen FTF für einen neuen Cache am Goldkanal zu loggen und weil das fast bei mir um die Ecke ist war natürlich auch die Bereitschaft groß es zu versuchen. Es hat dann auch geklappt und in meiner Cacherkarriere war das mein 10. FTF. Sich in ein jungfräuliches Logbuch einzutragen hat schon was, aber wie ich schon eingangs geschrieben habe müssen für mich die Rahmenbedingungen in Ordnung sein. Wenn ich z. B. für einen FTF in den Wald oder ein Naturschutzgebiet müsste wo ich definitiv Wild aufscheuchen würde, dann ist das ein no go. Gestern abend am Goldkanal war es ok, da fahren auch spätabends noch Autos zu den Anlegestellen der Boote und in den Rheinauen ist m. W. nicht soviel Großwild unterwegs, weil dort die meiste Zeit recht viel Wasser steht.rnrnMein Fazit: FTF Jagd ist schön und was Besonderes, aber nicht um jeden Preis 🙂

    • askanis sagt:

      Hi,

      ich kann schon aus eigener Erfahrung nachvollziehen, daß der FTF-„Wettbewerb“ immer härter wird, allerdings muss man sich auch fragen, ob man Geocachen noch als Hobby betreiben kann, wenn man sich auf so einen Druck einlässt. Ich will ein wenig (auch mit Family) draußen unterwegs sein und gleichzeitig mit Militärsatelliten rumspielen und nicht meine Zwangsstörung pflegen 😉

      Wer das mag, kann das tun, im Zweifel geht mir halt „Gold“ durch die Lappen.

      Gruesse,

      Sascha

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