GPS-Geräte & Speicherkarten … da waren sie wieder, die Probleme!

In der heutigen Zeit könnte man glatt meinen, daß man sich als Endanwender keine großen Gedanken mehr über den Einsatz von größeren Speicherkarten mehr machen müsste. Falsch gedacht! Zumindest scheint es gerade bei GPS-Geräten des öfteren zu Problemen zu kommen.

Gerade Garmin (und bestimmt auch andere Hersteller) empfehlen – nicht ohne Grund – die Geräte nur mit Speicherkarten bis zu 4 GB zu betreiben. In diversen Foren wird dieses Thema auch öfters diskutiert und Nutzer tauschen sich untereinander fleissig aus. Eine sehr schöne Übersicht, welche Speicherkarten in welchen Geräten funktionieren (oder auch nicht funktionieren) findet ihr hier. Leider wird die Liste allerdings seit dem 17.01.2012 bis auf weiteres nicht mehr gepflegt, schade, aber auch verständlich.

Viele Probleme fangen auch erst mit dem neu partitionieren und formatieren der SD-Karte an. Also lieber die Finger weg lassen und sie einfach nach dem Neukauf so verwenden wie sie ist. Sollte sie nicht formatiert sein (aus welchem Grund auch immer), so muss die Karte zwingend mit FAT32 formatiert werden.

Bedingt durch das Dateisystem (FAT32) kann jede Datei (also auch jedes Karten-Image) nur max. 4 GB groß sein, ansonsten wird die Karte schlicht weg einfach nicht eingelesen und ignoriert. Sollte es dennoch mal diesen Fall geben, so könnte man das Kartenmaterial mit einem Zusatzprogramm (z.B. MapSource) entsprechend aufteilen.

Class 2, 4, 6, 10, …. ??? Wofür steht Class und was hat es damit auf sich? Hierbei handelt es sich um die Geschwindigkeit der Speicherkarten. Je höher die Klasse, desto schneller ist die Karte (Mindestschreibgeschwindigkeit). Die entsprechende Klasse steht auf der Karte auch in einem nach rechts offenen Kreis. Und hier kommen wir schon zum wichtigsten Punkt: Gerade beim GPS-Gerät gibt es eben so gut wie keine Schreibzugriffe (abgesehen von: Aufzeichnen der Strecke/Tracks, Waypoints festlegen, PocketQueries übertragen etc.) und man kann ohne ein schlechtes Gewissen eine niedrigere Class verwenden. Einzig allein beim Übertragen von neuem Kartenmaterial (z.B. einer OSM-Karte) wirken sich die Geschwindigkeitsvorteile einer höheren Class aus – aber wie oft aktualisiert man sein Kartenmaterial? Bei mir kommt es meist nur alle 2-3 Monate vor und somit kann ich damit leben, daß das Übertragen „etwas“ länger dauert.
Desweiteren muss es nicht zwangsweise bedeuten, daß eine Class 2 Karte langsamer ist als eine Class 6 Karte. Also lieber eine niedrigere Geschwindigkeit verwenden, statt unnötige Kompatibilitätsprobleme in Kauf zu nehmen.

Auf was sollte oder kann man nun achten – eine kurze Zusammenfassung:

  1. Markenhersteller verwenden (auch wenn es hier sicherlich mehrere Glaubenskriege gibt)
  2. Karte auf keinen Fall neu partitionieren und formatieren
  3. Lieber eine niedrigere Geschwindigkeitsklasse nehmen
  4. Firmware auf dem GPS-Gerät überprüfen und ggf. aktualisieren

Ich habe mich spontan für eine Transcend Micro SDHC 16GB Class 2* und eine SanDisk Micro SDHC 16GB Class 4* entschieden. Es bleibt also spannend, ob beide Karten in den GPS-Geräten (Garmin GPSMap 62s* und Garmin Oregon 450*) auch erkannt werden. Sobald die Speicherkarten angekommen sind, wird es hier einen Nachtrag geben, versprochen! 🙂

Welche Erfahrungen habt ihr mit Speicherkarten gesammelt?

Über Vaydus

Ich heiße Markus, bin 37 Jahre alt, wohne in Karlsruhe und bin leidenschaftlicher Geocacher und Hobbyfotograf. Hier geht's zu meiner Webseite.
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  1. Rinjah sagt:

    Ich hoffe der Nachtrag wurde einfach vergessen und du wartest nicht immernoch auf die Lieferung von Amazon 😉

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