OSM – eine Alternative?

OSM

Die einen hassen es, die anderen vergöttern es. Das Navi mit Kartenmaterial.

Zugegeben, inzwischen habe ich mich selbst an dieses Feature gewöhnt und wollte nicht mehr ohne Cachen gehen. Gerade im Hinblick auf die vielen Zecken und auch auf Mutter Natur laufe ich inzwischen lieber einen kleinen Umweg, als den Direktweg über Stock und Stein zu nehmen.

Nur welches Kartenmaterial darf es denn sein? Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder man entscheidet sich für die (aus meiner Sicht recht teuren) Topo-Karten von Garmin oder entscheidet sich für die freien Open-Street-Map Karten (kurz OSM). Erstaunlicherweise sind die OSM-Karten sehr gut und haben mich von Anfang an beeindruckt.

Im Internet findet man speziell für die Garmin GPS-Geräte bereits fertig aufbereitete Karten im Image-Format (Endung .img).

Und welche Datenquelle ist denn nun am besten? Gerade hier gehen die Meinungen sehr schnell auseinander und jeder muss für sich entscheiden, welches Kartenmaterial einem eher zusagt. Die Basis ist überall die gleiche, sie unterscheiden sich lediglich in den dargestellten Details, der Optik und den zusätzlichen Layern.

Wühlt man sich durch das Internet, so findet man meist folgende Favoriten:

Dann noch zwei weitere – allerdings hauptsächlich für das Fahrrad geeignet:
(Anmerkung: Hier werden die Karten meist in einen exe-Installer gepackt, was ich persönlich teils etwas zu umständlich finde, gerade als Mac-Anwender.)

Welches Kartenmaterial verwendest Du für das Geocachen? Besonders würden uns auch die Beweggründe dieser Entscheidung interessieren.

Über Vaydus

Ich heiße Markus, bin 37 Jahre alt, wohne in Karlsruhe und bin leidenschaftlicher Geocacher und Hobbyfotograf. Hier geht's zu meiner Webseite.
Eingestellt in Software, Tipps & Tricks mit folgenden Schlagwörtern .
  1. argus1972 sagt:

    Ich verwende gerne die Wanderkarte von http://www.wanderreitkarte.de/garmin_de.php

    Mir gefallen die Optik und die teilweise hinterlegten Wegmarkierungen.
    Aus der Karte ging für mich bislang schon in der Planungsphase von Trekkingtouren immer eindeutig hervor, welche Wege begehbar und ausgewiesen sind.

    Grüße!
    argus1972

  2. Silverio sagt:

    Ich finde die ganz normale Mapnik-Umsetzung am besten. Also so wie die Karte auch auf openstreetmap.org dargestellt wird.
    OK, da fehlen die Höhenlinien, allerdings habe ich die eigentlich noch nie vermisst. Alles andere ist in der Mapnik für mich fast perfekt. Darstellung, Farben, Details…

  3. mo-cacher sagt:

    Wie allgemein bekannt sein dürfte ist die Kleineisel auch meine Wahl. OSM ist überhaupt eine Alternative, zum Geocaching allgemein, wenn man auf Dosensuche keinen Bock mehr hat.

  4. Also ich kann OSM auch nur empfehlen – gerade in den letzten 1-2 Jahren hat sich da (zumindest in “bewohnten” Gebieten) richtig viel getan. Und selbst richtig in der Pampa hatte ich schon mehrfach den lustigen Effekt, dass man rundherum richtig im Nichts stand, und nur ein verdächtiges Kurzstreckengeflecht aus Feldwegen zu sehen war, dass “zufällig” exakt die Strecken enthielt, die zum Dosensuchen gebraucht werden.

    Die Schnittmenge zwischen Dosensuchern und Kartenmalern ist extrem groß – und wenn man nicht der FTF-Jäger ist meist auch deutlich zu sehen.

    Die von mir bevorzugte openmtbmap gibts inzwischen auch zum Download als fertiges Image ohne .exe-Installer, dann allerdings soweit ich weiß nur ohne Höhenlinien und in der Default-Darstellungsvariante (der Installer bietet 3 verschiedene Optiken je nach Ziel-GPS auf dessen Darstellungsmöglichkeiten optimiert).

    chrysophylax.

  5. Leifa sagt:

    Ich verwende auch kleineisel, weil der Look mir am besten gefällt. War auch gerade dabei, mal wieder ein update draufzuspielen, diesmal wollte ich noch zusätzlich die openmtbmap nehmen.

    @chrysophylax.de: Wo gibt es denn die fertige .img? Habe die nirgends gefunden.

  6. Norman sagt:

    Die Karten von Kleineisel sind in Ihrer Detaildarstellung für mich bislang die ungeschlagene Spitze der Angebote. Ich kann mir vorstellen, dass in der Erstellung dieser Karten viel Arbeit und auch Fehlschläge stecken und kann den Erstellen nur für ihre Mühe danken.
    Entgegen dem Trend versuche ich nach dem Entdecken eines noch nicht kartographierten Weges diesen komplett in OSM einzutragen und nicht nur meine aufgezeichnete Strecke. Ist schön, wenn man dabei helfen kann, die Karte zu verbessern.

  7. Vaydus sagt:

    Das mit der fertigen openmtbmap würde mich auch interessieren. Auf dessen Download-Seiten finde ich überall nur die exe-Dateien.

  8. Oh, da ist mir tatsächlich ein fauxpass unterlaufen…. Die openmtbmap gabs wohl mal als .IMG-Download (Reste davon findet man noch unter ftp://ftp5.gwdg.de/pub/misc/openstreetmap/openmtbmap/velomap/gmapsupp/ als Verzeichnisstruktur zu sehen), aber das wurde inzwischen wohl wieder eingestellt.

    Da hab ich wohl die Tatsache, dass ich die entsprechende Verzeichnisstruktur (s.o.) mal live und in Farbe gesehen habe mit der Ankündigung auf dem Mail-Verteiler, dass es das wohl mal als Service (vielleicht nur für zahlende Teilnehmer?) geben sollte verwechselt.

    Schuldigung….

    Wobei: Das Archiv-.EXE kann man unter jedem beliebigen Betriebssystem mit einem 7zip-kompatiblen Entpacker öffnen (selbst schon unter Linux probiert), und das gmt gibts wahrscheinlich auch als ausführbare Datei für beliebige andere Betriebssysteme, dann ist es ein Leichtes sich daraus das Build-Skript selbst zusammenzubauen.

    Klar ist das nicht ganz so komfortabel wie sich einfach irgendwo eine gmapsupp.img runterzuladen, dafür gibt es den Luxus von 4 verschiedenen Optiken, die man sich je nachdem welches Gerät man nutzt selbst zusammenkompilieren kann und dabei auch gleich die Höhenlinien dazu, die unter einer anderen Lizenz stehen. Den Aufwand kann ich ganz gut akzeptieren….

    Schuldigung nochmal für die Fehlinformation, da hab ich wohl nicht zusammenpassende Bruchstücke von Information falsch zusammengepuzzelt.

    chrysophylax.de

    • Vaydus sagt:

      Ist doch kein Thema! Nur zu schade, daß sie nicht mehr angeboten werden.

      Das mit dem Entpacken und dem Zusammenbauen wollte ich nur nicht jedes Mal machen. Werde es aber auch mal die Tage erneut ausprobieren und auch nochmal den Aufwand beurteilen (für mich persönlich).

      Aktuell genieße ich einfach den “Luxus” fertige Karten auf das Garmin zu schieben. Gerade wenn man mehrere Karten drauf hat, eine echte Erleichterung.

  9. Och, der Aufwand ist gar nicht sooo groß wenns einmal tut.
    Wenn einem nach einem Update ist einfach die .EXE runterladen, mit 7zip öffnen, in das Verzeichnis extrahieren, in dem schon die alte Kartenversion lag (einfach überschreiben), und anschließend einmal das creategmapsupp.img.bat in diesem Verzeichnis anklicken. Und schon liegt in dem Ordner ein aktualisiertes gmapsupp.img. Und wenn man sich einmal in diesen Order auch die 4 nötigen Dateien für die Höhenlinien reingeworfen hat, werden die auch automatisch jedesmal mit eingebaut.

    Da kann ich wirklich gut mit leben. Die Übertragung dieser Riesen-Datei auf mein GPS dauert da ein Vielfaches länger… Ich trau dem fuddeligen Mini-Kartenslot in seiner mechanischen Haltbarkeit nicht, sonst würd ich mein wöchentliches Update auch über einen Kartenleser machen. Anderseits ist die Übertragungsdauer einer neuen openmtbmap ziemlich genau die Zeit, die mein GPS braucht um sich einmal über USB den Akku vollzuladen ;). Angenehmer Nebeneffekt des wöchentlichen Updates.

    chrysophylax.

  10. MueKo Team sagt:

    Vielen dank für Euren diesen Bericht. Könnt Ihr auch noch eine Empfehlung für Karten außerhalb Deutschlands geben. Ich benutze die Reit und Wanderkarte oder die EU Karte (2teilig) vom Computerteddy. Mich würden insbesondere Benelux und Frankreich interessieren. Mein Problem ist das oft die Karte gut auf meinem Garmin Oregon 450 funktioniert aber das einbinden in BaseCamp auf MAC umständlich ist. rnrnGruß aus NL vom MueKo Team

    • Vaydus sagt:

      Schau Dir mal die OSM-Karten von Raumbezug (viele Länder zur Auswahl) an.

      Der Download (Zip-Archiv) beinhaltet direkt die IMG-Datei und kann somit ohne Verwendung von BaseCamp auf das GPS-Gerät geladen werden, zumindest auf Dein Oregon 450.

      Raumbezug Frankreich:
      http://download.raumbezug.com/garmin/europe/france/france.zip

      Raumbezug Belgium / Belgien:
      http://download.raumbezug.com/garmin/europe/belgium/belgium.zip

      Raumbezug Netherlands / Niederlanden:
      http://download.raumbezug.com/garmin/europe/netherlands/netherlands.zip

      Raumbezug Luxembourg / Luxemburg:
      http://download.raumbezug.com/garmin/europe/luxembourg/luxembourg.zip

      Um die Übersicht auf dem Navi nicht zu verlieren, benenne ich die IMG-Dateien immer nach folgendem Namensschema um:

      $datenquelle_$land_$herausgeber.img
      (Bsp. für die Deutsche OSM Karte von Raumbezug: osm_de_raumbezug.img)

      Viel Spaß mit den OSM-Karten! Ich hoffe, wir konnten Dir weiterhelfen.

      • MueKo Team sagt:

        Vielen dank für Deinen Tipp. Werde ich gleich mal testen. rnWelche Karte kann ich am besten auf BaseCamp installieren? Mittlerweile habe ich eine für Benelux und wieder eine andere für Deutschland usw. Gibt es keine gute die alle Länder beinhaltet? Habe die vom Computerteddy probiert aber da fehlen Teile und so detailliert wie die losen Karten ist die auch nicht.

        • MueKo Team sagt:

          PS: Am liebsten hätte ich nur eine Karte für Europa auf BaseCamp und das gilt auch für mein Oregon.

        • Vaydus sagt:

          Eventuell wären noch die OSM-Karten von OpenFietsmap etwas für Dich.

          Ist zwar eher für Radfahrer optimiert, aber vielleicht nicht ganz uninteressant:

          “OpenFietsMap is a free routable cycling map of Belgium, the Netherlands and Luxemburg (Benelux) for Garmin GPS units.”

          http://sites.google.com/site/openfietsmap/

          bzw. “Central & Western Europe” (aber auch hier kommt man an die 4GB Grenze):
          http://sites.google.com/site/openfietsmap/downloads/europe

        • Vaydus sagt:

          Das Hauptproblem bei den Europakarten ist sicherlich der benötigte Speicher, alleine die “All in one Garmin Map” kommt bei Europa auf über 4GB und stößt somit an die Grenzen von Garmin.

          In der Praxis hat sich (bei mir) das manuelle Austauschen verschiedener Einzelkarten (2-3 IMG-Dateien) eher bewährt, als händisch mit BaseCamp dedizierte Teilbereiche auszuwählen und auf das GPS-Gerät zu übertragen.

          Für mich stellt sich immer die Frage, wie oft möchte ich das Kartenmaterial updaten? Rückblickend würde ich sagen… so alle 2 bis 3 Monate.

  11. Flasher1979 sagt:

    Wir bei uns in der Gruppe (alle Smartphone-Cacher mit c:geo) verwenden die Karten von http://www.openandromaps.org/ .
    Diese können für (fast) jedes Land der Welt einzeln herunter geladen werden. Außerdem stehen im monatlichen Rhythmus aktualisierte Karten zur Verfügnung.

  12. Pingback: 10 Jahre OpenStreetMap

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