Aktuelle Kaufempfehlung für ein GPS-Handgerät

Ist man auf der Suche nach einem geeigneten GPS-Handgerät, so wird man inzwischen mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Geräten konfrontiert. Ich selbst hatte damals mit einem sehr einfachen Garmin eTrex H angefangen, welches mehr als digitaler Kompass verwendet werden konnte. Für den Einstieg sicherlich keine schlechte Wahl, doch im Laufe der Zeit steigen die persönlichen Bedürfnisse.

Kommt man erst mal auf den Geschmack, so möchte man zumindest zwei sehr wichtige Funktionen nicht mehr missen:

  • 3 Wege Kompass: Funktioniert auch ohne in eine Richtung zu laufen
  • Papierloses Geocaching: Cacheinformationen wie Koordinaten, Cachebeschreibung etc. direkt auf dem Gerät

Nach dem Garmin eTrex H machte ich erst einen kurzen Umweg zum Garmin GPSmap 60cx und landete kurz später beim Garmin Oregon 450 mit Touchscreen. Seit dem hat sich einiges getan und es wurden einige neue Geräte auf den Markt gebracht.

In diesem Blogeintrag möchte ich nicht zu sehr auf die technischen Details eingehen, sondern mich viel eher die groben Plus und Minuspunkte beschränken, eben was mir in der Zwischenzeit wichtig wurde.

Garmin bietet mit der Neuauflage der Garmin eTrex Serie einen preiswerten Einstieg:

Garmin eTrex 10
+ preiswerter Einstieg
+/- GLONASS
– keine Kartenansicht
– kein echter Kompass (3 Wege Kompass)
– Display relativ klein

Garmin eTrex 20
+ Kartenansicht
+/- GLONASS
– kein echter Kompass (3 Wege Kompass)
– Display relativ klein

Garmin eTrex 30
+ Kartenansicht
+ echter Kompass (3 Wege Kompass)
+/- GLONASS
– Display relativ klein

Direkt im Anschluss kommen schon die höherwertigen Modelle von Garmin:

Garmin Oregon 600
+ Kartenansicht
+ echter Kompass (3 Wege Kompass)
+ Ableseverhalten bei Sonneneinstrahlung deutlich besser (im Vergleich zu älteren Oregons)
+/- GLONASS
– im Regen nicht benutzbar, da bereits Regentropfen als Eingabe registriert werden (siehe Video) – für mich ein No-Go!

Garmin Montana 600
– für mich eindeutig zu groß und daher nicht näher betrachtet

Garmin GPSmap 64s
+ Kartenansicht
+ echter Kompass (3 Wege Kompass)
+/- GLONASS
– einige Nutzer beklagen sich über Firmwarefehler wie Totalabstürze [1]
– 20% geringere Akkulaufzeit gegenüber dem Vorgänger 62s

[1] Leider ist Garmin generell dafür bekannt, daß frisch auf den Markt gekommene Geräte diverse Firmewarefehler beinhalten. Kein Wunder, daß manche Nutzer mind. die ersten 12 Monate die Finger davon lassen bis die Geräte mit entsprechenden Bugfixes versehen wurden.

Warum habe ich GLONASS nur mit Neutral (+/-) bewertet? Das liegt zum einen daran, daß die Garmingeräte nur zwei Modis kennen: GPS an oder GPS+GLONASS an. GLONASS alleine gibt es bei Garmin nicht und wird zur Anreicherung der Informationen verwendet. Sprich, man benötigt in diesem Fall immer ein GPS-Signal, ohne funktioniert es nicht. Der Vorteil von GLONASS liegt darin, daß mehr Satelliten für die Berechnung zur Verfügung stehen. In Extemsitutionen stehen die Chancen somit etwas höher, eine vernünftige Position zu ermitteln. Bei gutem GPS-Empfang kann scheinbar sogar GLONASS die Genauigkeit verschlechtern. Dies liegt sicherlich daran, daß GLONASS bisher nur etwa 7m Genauigkeit hat – im Gegensatz zu GPS mit 2-5m.

Man munkelt auch, daß GLONASS integriert wurde, weil Russland eine Strafzollsteuer auf GPS-Geräte ohne GLONASS eingeführt hat. Aber das nur am Rande und ohne Gewähr.

Es gibt natürlich auch noch weitere Hersteller. Falk bietet auf den ersten Blick mit seiner LUX-Serie eine sehr interessante Alternative an. Geht man allerdings ins Detail, so kommt schon direkt die Ernüchterung. Auf die Falk Geräte kann man keine x-beliebige OpenStreetMap (kurz OSM) Karte installieren. Schade, denn somit fällt diese Marke für mich schon aus der Auswahl raus. Mit Magellan habe ich keinerlei Erfahrungen und ich kenne auch nur einen einzigen Geocacher, der ein Gerät dieses Herstellers einsetzt.

Welches Gerät sollte man nun kaufen? Die Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten und hängt stark von den persönlichen Bedürfnissen ab. Es fängt schon bei der Art der Bedienung an. Die einen mögen lieber einen Touchscreen, die anderen lieber eine reine Tastenbedienung. Die Bedienung unter widrigen Bedingungen sollte man jedoch nicht unterschätzen.

Wäre das Oregon 600 regentauglich, so wäre es sicherlich einer meiner Favoriten, aber unter diesen Umständen fällt es aus der engeren Auswahl. Das brandaktuelle GPSmap 64s bietet keine großartigen Neuerungen, zumal der Vorgänger (62s) nun einen enormen Preissturz bekommen hat.

Somit habe ich vor Kurzem zu dem bewährten und robusten Garmin GPSmap 62s gegriffen und kann es jedem nur empfehlen. Vor allem, solange es noch während dem Abverkauf verfügbar ist.

Garmin GPSmap 62s*

3.9 von 5 Sternen (103 Bewertungen)

Preis: EUR 199,00

Hinweis: Das Modell wurde leider bereits durch Garmin komplett eingestellt und es sind nur noch Restposten zu meist erhöhten Preisen verfügbar. Die Kinderkrankheiten des Nachfolgers sollten zumindest inzwischen Geschichte sein. Hier könnte sich ein Blick lohnen:

Welches GPS-Gerät ist Dein persönlicher Favorit und vor allem aus welchem Grund?

Über Vaydus

Ich heiße Markus, bin 37 Jahre alt, wohne in Karlsruhe und bin leidenschaftlicher Geocacher und Hobbyfotograf. Hier geht's zu meiner Webseite.
Eingestellt in Featured, Tipps & Tricks, Technik mit folgenden Schlagwörtern , , , , , , , , , , .
  1. Wer auf GLONASS verzichten kann, für den ist vielleicht auch das Dakota 20 eine Alternative.

  2. Emmina sagt:

    Ich bin damals auch mit dem eTrex gestartet. Hab dann bald von meinem Mann ein Oregon geschenkt bekommen. Macht schon viel mehr Spaß, wenn man ein richtig gutes Gerät hat. Und wenn man vor hat langfristig unser schönes Hobby zu betreiben lohnt sich die Anschaffung auf jeden Fall.

  3. Alexander sagt:

    Ich lauf schon ewig mit meinem eTrex 10. Irgendwie hab ich das Gefühl, so ist es noch ein bisschen mehr Handarbeit. Ich liebe es mir kleine Zettel mit Caches voll zu schreiben und dann wie fast mit einer Schatzkarte los zu ziehen. Ich glaube dieses Jahr werd ich mich aber doch mal Richtung Papierlos entwickeln und dann wahrscheinlich mit einem Magellan.

Schreib eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.